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Spendenrekord: Hilfsaktion «Ostschweizer helfen Ostschweizern» so erfolgreich wie noch nie

Mehr als 1,87 Millionen Franken wurden für «Ostschweizer helfen Ostschweizern» (kurz OhO) gesammelt. Eine Hilfe für bedürftige Menschen in unserer Region.
Bruno Scheible
Dankeskarten erreichen den Verein «Ostschweizer helfen Ostschweizern». (Bild: Benjamin Manser)

Dankeskarten erreichen den Verein «Ostschweizer helfen Ostschweizern». (Bild: Benjamin Manser)

Eine Mutter schreibt: «Ich möchte mich herzlich für die Unterstützung bedanken. Ich konnte meiner Tochter einen Mantel, eine Jacke und zwei Paar Winterschuhe kaufen. Meine Tochter hat sich im Laden so sehr gefreut, als ich ihr sagte, dass wir das kaufen können. Die Tränen flossen. Nicht nur bei ihr, auch bei mir.» Auf einer anderen Dankeskarte steht: «Sie haben mir einen meiner grössten Wünsche erfüllt, indem ich eine Zahnprothese machen darf. Ich bin überwältigt, glücklich und unsagbar dankbar. Ich habe so sehr gelitten unter meinen Zähnen.»

Unzählige Briefe, Karten, E-Mails und Anrufe erhält der Verein «Ostschweizer helfen Ostschweizern» jedes Jahr von Spendenempfängern. Vereins­präsidentin Nadine Knecht sagt:

«Die Danksagungen sind herzerwärmend. Sie zeigen, dass unsere Weihnachtsaktion und diese Art der Solidarität unter Ostschweizerinnen und Ostschweizern mehr als nur eine finanzielle Entlastung bewirken. Sie spenden Kraft, Hoffnung und das Gefühl, nicht allein zu sein.»

Auch die vielen wohlwollenden Reaktionen von Spenderinnen und Spendern beeindrucken und ermutigen die Verantwortlichen immer wieder aufs Neue.

Ein «sensationelles Sammelergebnis»

Im Kalenderjahr ist die Spendenaktion nicht mehr wegzudenken; zum vierzehnten Mal hat sie OhO erfolgreich ausgetragen. Der Spendenbetrag ist von Jahr zu Jahr gewachsen, zuletzt betrug er gut 1,5 Millionen Franken. Diesmal haben die vielen Privatpersonen und zahlreichen Firmen über 1,87 Millionen Franken gespendet. Der neue Rekord besticht. Nadine Knecht freut sich über «das sensationelle Sammelergebnis».

Der Alltag in Armut ist anstrengend, zermürbend und beschämend – manchmal deprimierend. Die Vereinspräsidentin sagt:

«In der Ostschweiz ist der Wunsch gross, bedürftige Menschen vor Ort zu unterstützen. Weil Armut häufig versteckt ist, wissen viele aber nicht, wie sie helfen können. OhO ist ein Scharnier und geniesst Vertrauen. Das ist keine Selbstverständlichkeit.»

Der ehrenamtliche Beirat trägt viel zum guten Ruf bei. Präsidiert von der ehemaligen Ausserrhoder FDP-Nationalrätin Marianne Kleiner, prüft er jedes Gesuch und entscheidet über die Vergabe der Spenden.

Ein eindrückliches Beispiel dafür, dass Not auch bei uns existiert, sind die 2278 Hilfegesuche, die für die aktuelle Sammlung eingegangen sind. Die Zahl ist im Vergleich zum Vorjahr um 153 Gesuche angestiegen. 84,6 Prozent aller Anträge wurden nach Prüfung durch die 15 Beiräte bewilligt. Die Aktion «Ostschweizer helfen Ostschweizern» unterstützte somit 1928 bedürftige Menschen in unserer Region.

OhO spricht keine Beiträge, die im Grunde genommen von der Sozialhilfe der Gemeinde übernommen werden müssten. Mit der Aktion soll Menschen in schwierigen Verhältnissen vielmehr in der Weihnachtszeit eine Freude gemacht werden. Dabei können auch kleine Dinge eine grosse Wirkung haben. In Erinnerung ist Nadine Knecht der Fall einer alten Frau, die keine Familie und Freunde mehr hat, zurückgezogen und in einfachsten Verhältnissen ihren Lebensabend verbringt. Die Frau wünschte sich für die langen Winterabende nichts sehnlicher als Stricknadeln und Wolle.

Eine Entlastung für Familien

Die Vereinspräsidentin sagt: «Berührt haben mich auch die Fälle mehrerer Familien, die mit Kindern mit einer Behinderung täglich Enormes leisten. Das Schicksal hat ihr Leben auf den Kopf gestellt und sie auch finanziell an ihre Grenzen gebracht.» OhO erfüllte ihnen einen besonderen Wunsch zu Weihnachten und schenkte ihnen einen Lichtblick – zum Beispiel einer Familie die Spezialanfertigung eines Velos: Es ermöglicht dem einen der drei Kinder, das mit einem Down-Syndrom zur Welt gekommen ist, bei Veloausflügen der Familie nun mit dabei zu sein.

Nadine Knecht präsidiert «Ostschweizer helfen Ostschweizern». (Bild: Hanspeter Schiess)

Nadine Knecht präsidiert «Ostschweizer helfen Ostschweizern». (Bild: Hanspeter Schiess)

Hinter «Ostschweizer helfen Ostschweizern» steht ein Verein, der 2005 vom St. Galler Tagblatt gegründet wurde. Diese Zeitung fungiert bis heute – gemeinsam mit Radio FM1 und dem Ostschweizer Fernsehen TVO – als Träger und ist für die Geschäftsführung verantwortlich. Dank der Unterstützung durch das «Tagblatt», das den Grossteil der internen Kosten und des Verwaltungsaufwands übernimmt, ist sichergestellt, dass die Spendengelder bei den Bedürftigen ankommen.

Hilfegesuche für die Weihnachtsaktion 2019 können wieder im Zeitraum vom 1. Oktober bis 30. November eingereicht werden. Das Spendenkonto dagegen ist während des ganzen Jahres geöffnet. Die Spenden­beträge werden der kommenden Aktion gutgeschrieben. ­Nadine Knecht: «Was uns sehr freut, ist, dass vermehrt Spenderinnen und Spender während des Jahres eine Sammelaktion für OhO lancieren.»

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