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Ökologieverträge sind zu aufwendig

Naturschutz Für ökologische Massnahmen in der Landwirtschaft richtet der Bund Direktzahlungen aus. Ein weiteres Förderinstrument, das vor allem die Naturschutzvereine, teils aber auch Landwirte betrifft, ist die Abgeltung ökologischer Leistungen gemäss dem Natur- und Heimatschutzgesetz. Diese Zahlungen teilen sich Bund, Kanton und Gemeinden. Hier gibt es beim Vollzug in St. Gallen Probleme, wie die Staatswirtschaftliche Kommission des Kantonsrats festgestellt hat. Die Zuständigkeiten und Abläufe müssten dringend neu definiert werden. Damit die Fördermittel fliessen, muss heute der Bewirtschafter der Fläche mit der Gemeinde einen Vertrag aushandeln. Der Kanton allerdings muss die Vereinbarung absegnen – und dabei kommt es immer wieder zu Konflikten. «Es ist zu wenig klar, wer welche Kompetenzen hat», sagt Stefan Britschgi (FDP), Präsident der Subkommission, die den Bereich analysiert hat. Ausserdem sei der administrative Aufwand derart gross, dass manche Bewirtschafter gar nicht mehr versuchten, eine Abgeltung ihrer ökologischen Leistungen zu erreichen. Britschgi ist jedoch zuversichtlich, dass sich etwas ändert. «Das Volkswirtschaftsdepartement hat Verbesserungen angekündigt.»

Auch Landwirte haben die Möglichkeit, ökologisch wertvolle Flächen – auch wenn diese ausserhalb von Schutzgebieten liegen – für diese Fördergelder anzumelden. Doch angesichts der eher geringen Beträge seien die administrativen Hürden zu hoch, sagt Andreas Widmer, Geschäftsführer des St. Galler Bauernverbandes. «Ein Fortschritt wäre, wenn es auf der Seite der öffentlichen Hand nur noch einen Ansprechpartner gäbe.» Das bestätigt auch Britschgi: «Einfacher wäre es, wenn sich der Kanton direkt um die Verträge kümmern würde und die Gemeinden nicht mehr involviert wären.» Dafür brauche der Kanton aber wohl mehr Personal. Und eine Aufstockung sei derzeit aus politischer Sicht nur schwer machbar. (av)

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