Öffentlicher Verkehr
Die Flottenerneuerung und Elektrifizierung der St.Galler Stadtbusse geht in die zweite Etappe

Die Dieselbusflotte der Stadt St.Gallen wird weiter durch Batterietrolleybusse ersetzt. Die Flotte wird um vier Fahrzeuge erweitert. Ebenso werden grössere Busse bestellt.

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Die Flottenerneuerung durch Batterietrolleybusse der VBSG geht in die zweite Etappe.

Die Flottenerneuerung durch Batterietrolleybusse der VBSG geht in die zweite Etappe.

Bild: Michel Canonica

(pd) Die Dieselbusflotte der Verkehrsbetriebe der Stadt St.Gallen (VBSG) muss aufgrund ihres Alters und der zurückgelegten Kilometer erneuert werden, heisst es in einer Medienmitteilung. Die Flottenerneuerung und die Elektrifizierung geht in die zweite Etappe.

In der zweiten Etappe sollen die Linien 7 und 8 auf den Betrieb mit Batterietrolleybussen umgestellt werden, heisst es in der Mitteilung weiter. Gleichzeitig wird die Batterietrolleybusflotte um vier Fahrzeuge erweitert. Dies für die Verstärkungen auf den Linien 3 und 4, die Verlängerung der Linie 3 bis Wittenbach und die betrieblich erforderlichen Reservefahrzeugen werden ergänzt. Ebenso werden die Grössen der Busse den Bedürfnissen der Zukunft ausgerichtet und deshalb tendenziell grösser bestellt als bei der bestehenden Flotte, so können effizientere Transportleistungen erbracht werden.

Quartier- und Midibusse werden auf Elektrobetrieb umgestellt

Ebenfalls im Rahmen dieser zweiten Etappe werden zudem die Quartierbusse, die Standard- und Midibusse der Linien 9, 10 und 11 von Diesel- auf den Elektrobetrieb umgestellt. Für diesen Zweck sollen ungefähr im Jahr 2023 sieben Standard-Batteriebusse und sechs Midi-Batteriebusse sowie die für die Depotladung notwendige Ladeinfrastruktur beschafft werden. Damit werden im gleichen Umfang Dieselbusse ersetzt.

Nach der Zustimmung der St.Galler Stimmbevölkerung zur ersten Etappe der Flottenerneuerung werden zurzeit die Fahrzeuge der Linien 3, 4 und 6 durch Batterietrolleybusse der neusten Generation ersetzt. Dieser erste Erneuerungsschritt wird Ende 2021 abgeschlossen sein.

Betriebskosten werden sich in Zukunft vermindern

Die Betriebskosten der elektrifizierten Busflotte werden anfangs höher sein als der Betrieb einer vergleichbaren Dieselbusflotte, schreibt die Stadt in der Mitteilung. Dieser Unterschied werde sich jedoch in Zukunft deutlich vermindern. Einerseits könne mit Mitteln aus einem Förderprogramm gerechnet werden und andererseits werde ab 2026 die Mineralölsteuerrückerstattung für die Dieselbusse im Nahverkehr – und damit die faktische Subventionierung der nicht mehr zeitgemässen Dieseltechnologie durch den Bund – wegfallen. Die Beschaffung bedarf einer Betriebsmittelbewilligung durch den Kanton St.Gallen. Die Investitionskosten werden über die Betriebskosten weiterverrechnet.

Der die Billetterträge übersteigende Betrag wird dem Kanton St.Gallen als Besteller des regionalen und örtlichen öffentlichen Verkehrs anteilsmässig weiterverrechnet. Die Stadt St.Gallen trägt über den Gemeindepool des Orts- und Regionalverkehrs rund 15 Prozent der Mehrkosten von Amortisation und Betrieb der elektrifizierten Flotte selber.