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Energie aus dem Bodensee: St.Galler Regierung will konkrete Projekte

Mit Vorstössen im Thurgauer und im St.Galler Kantonsparlament soll die Nutzung von Seewasser als Alternativenergie vorangetrieben werden. Verschiedene Fraktionen verlangen eine Gesamtschau. Die St.Galler Regierung entgegnet, es brauche vor allem konkrete Projekte.
St.Gallen und der Thurgau diskutieren über eine Energiegewinnung aus dem Bodensee. (Bild: Ralph Ribi)

St.Gallen und der Thurgau diskutieren über eine Energiegewinnung aus dem Bodensee. (Bild: Ralph Ribi)

(sda) Es war eine ungewöhnliche Aktion: Zwischen März und April wurden in den Parlamenten von St.Gallen und Thurgau zwei mehr oder weniger gleich lautende Vorstösse eingereicht. Im Thurgau steht die SVP dahinter, in St.Gallen sind es gleich alle vier Fraktionen des Kantonsrats.

Es gebe ein riesiges Potential für die Gewinnung von Energie aus Seen, "speziell aus dem Bodensee", wird in den Begründungen erklärt. Möglich sei eine "bedenkenlose Energiegewinnung" für Heizung und Kühlung mit Seewasser.

Die beiden Anrainerstaaten Deutschland und Österreich hätten das Potenzial bereits erkannt und aufgegriffen. Dort gebe es weit fortgeschrittene Studien und Projekte für thermische Grossanlagen.

Die Nutzung von Seewasser solle nun in den beiden Kantonen im Rahmen einer Gesamtschau geprüft werden. Dabei müsse das Potenzial aber auch grenzüberschreitend abgeklärt werden, so die Forderung.

St.Galler Regierung winkt ab

Bisher liegt erst die Antwort der St.Galler Regierung vor. Sie lehnt den Auftrag ab. Die Grundlagen für solche Vorhaben müssten nicht geschaffen werden, die gebe es bereits, erklärt sie.

Zusätzliche Absprachen mit dem Thurgau oder mit Deutschland und Österreich seien am Bodensee nicht notwendig. Die Internationale Gewässerschutzkommission für den Bodensee (IGKB) habe schon länger die Rahmenbedingungen für eine umweltverträgliche Nutzung ausgearbeitet.

Dabei werden die Industrieanlagen der Firma mit Seewasser gekühlt. Danach wird das erwärmte Wasser durch die Fischaufzuchtbecken geleitet. Zu den Vorteilen gehört, dass für beide Betriebe weniger Energiekosten anfallen. Das Unternehmen kann zudem auf lärmintensive Kühlaggregate verzichten.

Die Grundlagen und Instrumente zur thermischen Nutzung von Seewasser lägen bereits vor, fasst die Regierung zusammen. Nun brauche es aber "konkrete Projekte von interessierten Investoren".

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