Nur noch mit Etikett in die EU

FRAUENFELD. Schweizer Lebensmittel-Unternehmen, die in die EU exportieren, haben ab 13. Dezember ein Problem. Sie brauchen eine EU-Adresse, die sie auf die Etiketten drucken müssen. Ostschweizer Firmen sind unsicher, was zu tun ist.

Christof Widmer
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Will Biotta diese Saftflaschen in die EU exportieren, brauchen sie künftig eine EU-Adresse. (Bild: Reto Martin)

Will Biotta diese Saftflaschen in die EU exportieren, brauchen sie künftig eine EU-Adresse. (Bild: Reto Martin)

Der Bund will erreichen, dass Schweizer Lebensmittelunternehmen im EU-Markt weiterhin gleich behandelt werden wie solche aus der Europäischen Union. Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) bemüht sich, die EU-Adresspflicht in der EU-Lebensmittelverordnung zu beseitigen. Doch lässt die EU die Schweizer Firmen zappeln. «Wir suchen eine Lösung, damit unsere Waren vor Weihnachten nicht am Zoll hängenbleiben», sagt Peter Strähl. Sein Käsereiunternehmen Strähl AG ist eine jener zahlreichen Firmen, die mit einer neuen EU-Verordnung kämpfen: Produzenten aus Nicht-EU-Staaten brauchen künftig eine Adresse in der EU, wenn sie verkaufsfertige Lebensmittel dorthin exportieren wollen. Diese Adresse muss auf der Etikette der Fonduepackung von Strähl genauso aufgeführt sein wie auf der Flasche mit Biotta-Saft oder der Verpackung von Chocolat Bernrain.

Mehr zum Thema in der Ostschweiz am Sonntag vom 9. November.

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