Nun kommen die Nacktskifahrer

Ein Augenzeuge hat am Freitagmittag im Skigebiet Pizol zehn nackte Skifahrer gesehen – und die Polizei alarmiert. Als der SOS-Pistendienst und die Polizisten vor Ort eintrafen, waren die Entblössten schon weg.

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Die Natur alleine genügt ihnen offenbar nicht. Sie wollen mehr als Nacktwanderer, sie brauchen die Kälte, den Fahrtwind – und wohl auch Publikum. Jedenfalls sollen zehn Nacktskifahrer am Freitag, kurz nach 13 Uhr, am Schwammlift im Skigebiet Pizol gestanden haben. So hatte es ein Augenzeuge laut «SonntagsBlick» der Polizei gemeldet. «Ich war überrascht. Mit Nacktwanderern hatten wir schon zu tun. Von Nacktskifahrern aber hatte ich bisher noch nie gehört», sagt Hanspeter Krüsi, Chef Kommunikation der St. Galler Kantonspolizei, auf Anfrage. Wer glaubt, Nacktskifahren sei ein ausschliesslich männliches Phänomen, der irrt: Unter den freizügigen Wintersportlern sollen auch Frauen gewesen sein.

Schneller als die Polizei

Der Anrufer habe sich nicht verärgert angehört, sagt Krüsi: «Er dachte sich wohl einfach: <Nackte auf der Piste, das ist nicht normal.> Und alarmierte uns deshalb.» Der SOS-Pistendienst wurde daraufhin aufgeboten, eine Polizeipatrouille rückte aus: Als beide vor Ort eintrafen, waren die Nackten auf Brettern aber bereits verschwunden.

Was wäre passiert, wenn die Polizei die Winter-Nackedeis angetroffen hätte? Krüsi: «Hätte sich jemand äusserst an deren Anblick gestört und sie angezeigt, hätten wir ein Verfahren wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses einleiten müssen. Eine fixe Busse wie für Nacktwanderer in Appenzell Innerrhoden kennen wir aber nicht.»

Bald Nacktschlittler?

Er geht davon aus, dass sich die Nacktskifahrer «einen Witz erlaubt oder eine Wette eingelöst» hätten. «So oder so eine Disziplin für Hartgesottene. Was kommt wohl als nächstes? Nacktschlitteln?» (dbu)

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