Notdurft verrichtet und verlaufen: Deutscher Wanderer verirrt sich in Vorarlberger Alpen und muss die Nacht im Freien verbringen

Eine Wandergruppe hat einen 67-jährigen Deutschen am Donnerstag bei der Polizei Gaschurn als vermisst gemeldet. Der Mann hatte sich von den anderen entfernt, um seine Notdurft zu verrichten und verirrte sich anschliessend im alpinen Gelände.

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Der Deutsche verbrachte eine Nacht im Freien. (Symbolbild: Benjamin Manser)

Der Deutsche verbrachte eine Nacht im Freien. (Symbolbild: Benjamin Manser)

(vat) Eigentlich wollte der 67-jährige Wanderer aus Deutschland nur seine Notdurft verrichten. Dafür entfernte er sich am Donnerstag gegen 18 Uhr in Gaschurn in Vorarlberg von seiner Wandergruppe. «Als er versuchte wieder aufzuschliessen, verirrte er sich und kam vom Weg ab», heisst es in der Mitteilung der Vorarlberger Polizei. Er habe kein Mobiltelefon auf sich getragen. Später sei er etwa 20 bis 30 Meter über steiles Gelände in die Tiefe gestürzt und sei kurze Zeit bewusstlos liegengeblieben.

«Nachdem er wieder zu sich gekommen war, setzte der Mann seinen Weg fort, konnte aber aufgrund der einsetzenden Dunkelheit nicht mehr weitergehen und musste die Nacht im Freien verbringen», heisst es weiter in der Meldung.

Sichere Rückkehr am nächsten Morgen

In der Zwischenheit hätten seine Wanderkameraden die Polizei Gaschurn verständigt, die um 22 Uhr eine Suchaktion mit der Bergrettung startete. Die Suche habe aufgrund der Dunkelheit und des Nebels um 01.43 Uhr eingestellt werden müssen.

Bei Anbruch der Morgendämmerung machte sich der 67-Jährige wieder auf den Weg ins Tal und erreichte gegen 07.40 Uhr das erste bewohnte Haus. Von dort aus wurden die Einsatzkräfte von Polizei und Rettung verständigt. Sie brachten den Mann ins Landeskrankenhaus Bludenz. Der 67-Jährige war, laut Polizei, zu diesem Zeitpunkt augenscheinlich stark unterkühlt und wies Prellungen und Schürfwunden am ganzen Körper auf.