Noch zwei Tunnelvarianten im Rennen

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Verkehrschaos Aus drei mach zwei: Welche Tunnellösung der verkehrsgeplagten Stadt Rapperswil-Jona dereinst Luft verschaffen könnte, darüber haben Fachleute des Kantons St. Gallen nun einen Entscheid gefällt. Richten soll das Verkehrschaos entweder der «Tunnel Direkt» oder der «Tunnel Mitte». Dieses Ergebnis der sogenannten Machbarkeitsanalysen gab der Kanton gestern bekannt. Vorgesehen sind Investitionen von 625 bis 900 Millionen Franken, je nach Varianten.

Zu den geschätzten Kosten sagt Stadtrat und Bauchef Thomas Furrer, dass sie im erwarteten Rahmen lägen. «Wir wussten, dass es bis zu einer Milliarde kosten könnte.» Letztlich seien Nutzen und Wirkung bei der Gesamtbeurteilung zentral.

Die Zweckmässigkeitsbeur­teilung, die als Nächstes ansteht, beschränkt sich auf den «Tunnel Direkt» – jene Variante, die zuletzt ins Spiel gekommen war – und den «Tunnel Mitte» des Vereins Verj. Bis Ende Jahr wollen Fachleute die beiden Varianten im Detail unter die Lupe nehmen. Die Ergebnisse werden voraussichtlich Anfang 2018 der Be­völkerung präsentiert. Danach könnten sich Stadtrat und Kanton für eine Lösung entscheiden und mit der Projektierung beginnen.

Projektierungskredit soll ins Strassenbauprogramm

Nach wie vor ist es das Ziel, den Projektierungskredit ins 17. kanto­nale Strassenbauprogramm aufzunehmen. Dieses betrifft die Zeitspanne 2019 bis 2023. Die Projektierung dürfte frühestens 2021 abgeschlossen sein, schätzt Kantonsingenieur Marcel John. Die Bauzeit eines Tunnels würde rund sechs bis acht Jahre in Anspruch nehmen.

Die Partizipation der Bevölkerung sei nun abgeschlossen, sagt Furrer. Das Begleitgremium werde über den weiteren Verlauf der Planung sicher noch mindestens einmal informiert – auch, um transparent zu sein. Dass die dritte Variante, der «Tunnel Ost», abgeschrieben ist, löst in Rapperswil-Jona unterschiedliche Reaktionen aus. (red/sda)