Noch immer kein Geld da

Die Versteigerung der Biogasfirma Biorender AG durch das Thurgauer Konkursamt ist vorerst gescheitert: Der frühere Geschäftsleiter und Verwaltungsrat von Biorender, der am 19. März den Zuschlag erhalten hatte, hat die gebotenen fünf Millionen Franken nicht bezahlt.

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Aussenaufnahme der Biorender AG in Münchwilen. (Bild: Luca Linder)

Aussenaufnahme der Biorender AG in Münchwilen. (Bild: Luca Linder)

Dies sagte Jürg Wacker vom Konkursamt am Freitag auf Anfrage. Das Konkursamt habe nun die Aufhebung des Zuschlags verfügt. Diese Verfügung kann allerdings vom Ersteigerer ab Zustelldatum während einer Frist von zehn Tagen angefochten werden.

Werden die fünf Millionen Franken innert dieser Frist doch noch bezahlt, wäre der Zuschlag gültig. Andernfalls wird das Thurgauer Konkursamt die Anlagen der Biorender AG nochmals versteigern.

Winterthur und Wil stiegen aus
Die Biorender AG ging im Oktober 2014 Konkurs. Zuvor waren die Städte Wil und Winterthur aus dem Projekt ausgestiegen. Der wichtigste Abnehmer, die Stadt St.Gallen, leistete eine Garantie, um ein weiteres Jahr lang Biogas aus Münchwilen zu kaufen.

Damit konnte die Vergärungsanlage trotz Konkurs im Betrieb bleiben. Mieterin und Betreiberin ist seither die Jakob Bösch AG, ein auf Lebensmittel-Recycling spezialisiertes Unternehmen aus Herisau. Die Jakob Bösch AG hatte an der konkursamtlichen Auktion vom 19. März mitgeboten, war aber unterlegen.

Laut Jürg Wacker vom Konkursamt hat es im Biorender-Konkursverfahren einen Gläubigerwechsel gegeben: Die Firma Topig AG der Brüder Jakob und Bruno Bösch habe die Pfandguthaben für fünf Millionen Franken vom Bankenkonsortium gekauft. (sda)

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