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«No Billag»: Notwendig oder gefährlich?

Peter Schweizer Sulzbachstr. 18, 9404 Rorschacherberg

Vorweg: Ich bin passionierter Radiohörer. Nach Hans-Ulrich Biglers Plan B wird das «Juwel SRG» (Zitat Bigler) auch nach Annahme der No-Billag-Initia­tive gut weiterleben können. Unter anderem auch, weil dann künftig im Radio Werbung geschaltet werden dürfte. Für mich ein unannehmbarer Gedanke. Ich höre vor allem Radio, weil ich dort mein Programm auswählen, zusammenstellen und vor allem werbefrei geniessen kann. Ich möchte, dass das so bleibt. Wer in Zukunft weiterhin werbefreies Radio hören will, lehnt die No-Billag-Initiative ab!

Peter Schweizer Sulzbachstr. 18, 9404 Rorschacherberg

«No Billag» – No

Die Annahme der Initiative zur Abschaffung der Radio- und Fernsehgebühren bedeutet das Ende des viersprachigen Programms der SRG. Auch die privaten Radio- und TV-Sender, die einen öffentlichen Auftrag haben und deshalb einen Teil der Gebühren erhalten, kämen in Schwierigkeiten. Ausschliesslich mit Werbung finanzierte Radio- und Fernsehstationen werden die Rätoromanen und die Tessinerinnen nicht ausreichend mit Sendungen versorgen. Überall werden Einschaltquoten der einzige Massstab sein. Nur wer am lautesten schreit, die schrillsten Sendungen aus dem Ausland bringt, kann mit genügend Werbeeinnahmen rechnen. Es wird keine Beschwerdeinstanz mehr geben, bei der man sich gegen unausgewogene Sendungen wehren kann. Schweizer Filme werden kaum mehr produziert ohne Unterstützung der SRG. Brauchtumssendungen vom Schwingen bis zur echten schweizerischen Volksmusik werden wegfallen. Wollen Sie das? Wohl nicht, daher Nein zu «No Billag» am 4. März.

Marianne Bommer Industriestr. 6, 8570 Weinfelden

Zwangsgebühren abschaffen

Die SRG hat es verschlafen, eine zeitgemässe Basis zu schaffen, bei der die Leute nur noch bezahlen müssen, was sie auch konsumieren. Leider wurde auch ein massvoller Gegenvorschlag vom Parlament vehement abgelehnt. Dabei hätten zweihundert Franken Gebühren absolut gereicht. Auch die ganze Panikmache verstehe ich nicht. Es wird uns Angst gemacht, wenn wir die No-Billag-Initia­tive annehmen, gebe es bald keine SRG mehr. So ein Blödsinn! Es wird eine reduzierte SRG mit denjenigen Angeboten geben, die wirklich gefragt und nötig sind. Wir möchten kein Ende der SRG, aber eine SRG ohne Zwangsgebühren. Das ist ein Unterschied. Wo es eine Nachfrage gibt, wird es auch ein Angebot geben. Darum bin ich überzeugt, dass die SRG überleben wird. Aber nicht mit dem heutigen Gigantismus. Sondern in einer reduzierten, befreiten Form, sehr innovativ in einem schnellen Markt. Wer erreichen will, dass sich bei der SRG etwas verändert, der stimmt Ja zur No-Billag-Initiative.

Claudia Gsell

Im Hueb, 2 9325 Roggwil

Das Kapital als Meinungsmacher

Die SVP-Thurgau beschliesst die Ja-Parole zu «No Billag». Sie nimmt in Kauf, dass man künftig Informationen kaufen muss, wenn man sich etwa über Abstimmungen möglichst objektiv informieren will. Aber: Man kauft, was günstig ist und was man bezahlen kann. Günstige Nachrichten kann produzieren, wer viel Geld hat. Herr Blocher hat viel Geld, er wird damit zum nationalen Meinungsmacher. Was wäre, wenn die Sozialdemokraten ganz viel Geld hätten, ein paar Milliarden wie Herr Blocher? Sie würden zu nationalen Meinungsmachern. Ich höre bereits den Aufschrei der SVP. Also: Nein zu «No Billag».

Jürg Hartmann

SP Frauenfeld

Wellenbergstr. 39, 8500 Frauenfeld

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