«Nizza-Anschlag war der Auslöser»

Nachgefragt

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Beim Festival «New Orleans meets St. Gallen» am Dienstag waren die Zufahrtsstrassen und -gassen zum Festgelände in der Altstadt systematisch mit Lieferwagen zuparkiert. Laut Stadtpolizeisprecher Dionys Widmer soll so Terrorattacken vorgebeugt und die Bevölkerung beruhigt werden.

Die Zufahrtstrassen zum «New Orleans» waren zuparkiert. Sollten damit Terror­attacken mit Fahrzeugen verhindert werden?

Für St. Gallen gibt es keine Hinweise auf eine konkrete terroristische Bedrohung. Es handelt sich um eine rein vorsorgliche Massnahme, damit niemand ungebremst in die Menschenmenge fahren kann. Zudem wollten wir dadurch auch das Sicherheitsempfinden der Bevölkerung erhöhen. Dazu haben wir auch die Präsenz von uniformierten Polizisten erhöht.

Was war der Auslöser?

Das war der Anschlag von Nizza vor einem Jahr. Wir haben diese Massnahme in der Zwischenzeit schon bei anderen Anlässen angewandt, etwa beim Stadtfest und dem Herbstjahrmarkt. Teilweise kamen auch Betonblöcke zum Einsatz.

Bei den parkierten Fahrzeugen handelte es sich nicht nur um Polizeitransporter. Wer stellte die übrigen Gefährte zur Verfügung?

Wir konnten auf Fahrzeuge von anderen städtischen Stellen und teilweise auch auf Maschinen von nahen Baustellen zurückgreifen. So wurde uns auch ein Kranfahrzeug zur Verfügung gestellt.

Kann diese Massnahme eine Amokfahrt tatsächlich verhindern?

Es geht wie erwähnt primär darum, dass ein Attentäter nicht ungebremst in die Menge fahren kann. Sollte er das Hindernis überwinden, würden die Festbesucher allenfalls vom Lärm gewarnt und hätten etwas mehr Zeit zu reagieren. Zudem könnten die Hindernisse unter Umständen auch von einem Versuch abschrecken.

Haben Sie aus der Bevölkerung Reaktionen auf die Sicherheitsmassnahme erhalten?

Ja, und zwar durchgehend positive. Wir werden das auch bei künftigen Anlässen so handhaben. Wir wollen damit keinesfalls Angst verbreiten, sondern wie gesagt die Sicherheit der Festbesucher besser gewährleisten. (jw)