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Nieder mit den Alpen, damit wir Rüthi finden

Eigentlich war abgemacht, dass die Arboner Bundesfeier künftig ohne Politprominenz am Rednerpult durchgeführt wird. Vergangenes Jahr hat es geklappt: Die Ansprache hielt die Schriftstellerin Andrea Gerster. Aber jetzt ist es mit dem Konsens schon wieder vorbei. Ohne das OK zu informieren, hat die SVP als Redner Christof Blocher eingeladen.
Silvan Lüchinger
Ein Bild aus vergangenen Tagen: Alt Bundesrat Christoph Blocher (rechts) spricht an der Bundesfeier 2013 in Salmsach mit dem Salmsacher Gemeindeammann Kurt Helg.

Ein Bild aus vergangenen Tagen: Alt Bundesrat Christoph Blocher (rechts) spricht an der Bundesfeier 2013 in Salmsach mit dem Salmsacher Gemeindeammann Kurt Helg.

Die einen ärgern sich über Blochers Einladung, die andern sehen das halb so wild. Im Grunde ist Blocher ja kein Politiker mehr. Heute ist er Influencer. Verkäufer von Ideen, von denen wir gar nicht wussten, dass wir sie wollen.

Die Genossenschaft soll aufgelöst und das Netz der Elektra Muolen an die St. Gallisch-Appenzellischen Kraftwerke verkauft werden. An einem Kauf interessiert ist auch die Gemeinde. Davon allerdings will der Verwaltungsrat der Elektra nichts wissen. Wenn die SAK wollen, okay. Wenn nicht, lieber an die Chinesen als an die eigene Gemeinde. Denn die Gemeinde will mit dem Stromverkauf Geld verdienen. Die SAK liefern ihn gratis.

David H. Bon

David H. Bon

Zuerst wählen sie ihn ab. Dann stehen die Romanshorner an der Bürgerversammlung auf und bedanken sich beim abtretenden Stadtpräsidenten mit einem langen Applaus. David H. Bon zeigt sich gerührt. Musiker würden jetzt noch eins spielen. Doch Bon wird nicht für eine Zugabe herausgeklatscht.

Um Gotteslohn müssen auch die Wiler Stadtparlamentarier nicht mehr arbeiten. Aber mit einem Stundenlohn von Fr. 15.80 lassen sich schon keine grossen Sprünge machen. Da geht es dann halt nach der Sitzung heimzu statt in die Beiz. Das bringt Wil zwar nicht das beste, aber immerhin das schlankste Parlament.

Am St. Galler Mühlensteg wird gestritten. Darf dort ein Wohnblock gebaut werden, der den Blick auf den Dom verstellt? Einzelne Anwohner meinen «nein» und betonen in ihrer Einsprache, dass der Stiftsbezirk zum Weltkulturerbe der Unesco gehört. Man erinnert sich an die 80-er Jahre, als es hiess: Nieder mit den Alpen – freie Sicht aufs Mittelmeer!» Die Alpen stehen noch, und manche mögen das Mittelmeer schon gar nicht mehr sehen.

Bauprojekt am Mühlensteg in St. Gallen: Aussicht von der Berneggstrasse auf den Stiftsbezirk. (Bild: Urs Bucher)

Bauprojekt am Mühlensteg in St. Gallen: Aussicht von der Berneggstrasse auf den Stiftsbezirk. (Bild: Urs Bucher)

Der Lehrerverband hat geklagt, die Verwaltungsrekurskommission hat entschieden: Der Kanton St. Gallen diskriminiert seine Kindergärtnerinnen. Dies weil sie Pausenaufsicht machen müssen, ohne dass sie dafür bezahlt werden. Jetzt muss der Kanton über die Bücher und rasch eine Regelung schaffen, welche die Diskriminierung beseitigt. Am besten regelt er grad auch, wie die Pausenaufsicht im Lehrerzimmer entschädigt wird.

Der Bergbahnenstreit im Obertoggenburg ist nach wie vor ungelöst. Weil sie mehr Geld brauchen, spannen die Bergbahnen Wildhaus jetzt mit Grüsch-Danusa zusammen. Wer hier ein Abo kauft, kann auch dort Ski fahren und umgekehrt. Grüsch ist aber nicht nur ein Skiort, sondern auch ein Abfallprodukt bei der Verarbeitung von Getreide. Vor allem bei Pferden soll es Koliken verhindern. Vielleicht hilft es den Wildhausern ja auch.

Die Bergbahnen Wildhaus spannen mit Grüsch-Danusa zusammen. (Bild: PD)

Die Bergbahnen Wildhaus spannen mit Grüsch-Danusa zusammen. (Bild: PD)

Die Thurgauer Regierung will neben dem Regierungsgebäude in Frauenfeld einen Ergänzungsbau hinstellen. Geplant ist ein «viergeschossiger urbaner Holzbau». Das Holz soll vollständig aus dem Staatswald kommen, und es ist vorgesehen, auch Käferholz zu verbauen. Thurgauer, die mit dem Kanton schon ihre Probleme hatten, freuen sich. Dann haben die Bretter vor dem Kopf der Verwaltung wenigstens Luftlöcher.

Von Heiden nach Rüthi sind es etwa 25 Kilometer. Oder 250? Zwei Spieler des FC Heiden finden das Dorf im Rheintal jedenfalls erst im dritten Anlauf. Nach einer Irrfahrt über Rüti ZH und Rüti GL. Als die beiden ankommen, ist das Spiel fast vorbei – und erst noch verloren. Doch der Verein ist erleichtert, dass die Spieler überhaupt wieder aufgetaucht sind. Inzwischen ist auch noch der Trainer abgesprungen. Beim Ostschweizer Fussballverband überlegt man sich, ob für den FC Heiden eine Sonderregelung gelten soll: Im Interesse der Bestandeserhaltung darf er alle Spiele daheim austragen.

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