Nicht alle Thurgauer Schulen schaffen Frühfranzösisch ab

FRAUENFELD. Auf Sommer 2017 schafft der Thurgau den Französischunterricht an der Primarschule ab. Die Primarschulgemeinde Neunforn will ihren Kindern indes weiterhin Französisch beibringen. Grund: Die Schüler aus Neunforn gehen im zürcherischen Ossingen in die Sekundarschule.

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FRAUENFELD. Auf Sommer 2017 schafft der Thurgau den Französischunterricht an der Primarschule ab. Die Primarschulgemeinde Neunforn will ihren Kindern indes weiterhin Französisch beibringen. Grund: Die Schüler aus Neunforn gehen im zürcherischen Ossingen in die Sekundarschule. Dort gilt nach wie vor Frühfranzösisch. Damit die Thurgauer Schüler in Ossingen im Französischunterricht folgen können, sollen sie die zweite Fremdsprache weiterhin an der Primarschule lernen.

Obligatorisches «Freifach»

«Neunforn muss die Sekundarschule nicht wechseln», sagt Walter Berger, Chef des kantonalen Amts für Volksschule. Geplant ist, dass an Thurgauer Primarschulen der Französisch-Unterricht als Freifach angeboten wird. Eventuell könne man dieses Freifach für Neunforn obligatorisch machen.

Der Französischunterricht sei nicht die erste Differenz, die sich über die Kantonsgrenze auftue. Neunforn habe schon eine Ausnahme gemacht, als der Thurgau und Zürich den Englischunterricht in verschiedenen Klassen begonnen haben. Den umgekehrten Fall gibt es am anderen Ende des Kantons: Die Sekundarschule Arbon unterrichtet Schüler aus Steinach.

Kanti Wil sucht nach Lösung

Betroffen von der Abschaffung des Frühfranzösisch ist auch die Kantonsschule Wil. Sie nimmt Schüler aus dem Hinterthurgau auf. «Wir haben das Problem erkannt», sagt Rektorin Doris Dietler. Die Kantonsschule Wil werde zusammen mit den Verantwortlichen im Thurgau die Situation klären. (wid)