NEUNFORN: Mit Schlauchboot auf der Thur gekentert

Die Kantonspolizei Thurgau musste am Sonntag bei Neunforn Personen aus der Thur retten, die mit ihrem Schlauchboot gekentert waren.

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Die Familie konnte das Schlauchboot wegen der starken Strömung nicht mehr manövrieren, so dass dieses mit dem Baum kollidierte und kenterte. (Bild: Kapo TG)

Die Familie konnte das Schlauchboot wegen der starken Strömung nicht mehr manövrieren, so dass dieses mit dem Baum kollidierte und kenterte. (Bild: Kapo TG)

Kurz nach dem Mittag liessen sich zwei Erwachsene und zwei Kinder in einem Schlauchboot die Thur hinunter treiben. Gemäss den Erkenntnissen der Kantonspolizei Thurgau bemerkten sie zu spät, dass neben einer Kiesbank ein umgestürzter Baum im Fluss lag. Sie konnten das Schlauchboot wegen der starken Strömung nicht mehr manövrieren, so dass dieses mit dem Baum kollidierte und kenterte. Während sich die Frau mit einem Kind gemäss Mitteilung der Polizei auf den Baum retten konnte, blieben der Mann und das andere Kind im Wasser und mussten sich am Baum festhalten.
 
Personen, die den Unfall beobachtet hatten, alarmierten die Kantonspolizei Thurgau. Mehreren Einsatzkräften gelang es schliesslich, den Mann und das Kind aus dem Wasser zu retten und alle Gekenterten unverletzt ans Ufer zu bringen.
 
Obwohl sie teilweise breit und scheinbar gemächlich fliesst, ist die Thur ein Wildbach, der auf keinen Fall unterschätzt werden darf, hält die Polizei in ihre Meldung fest. Kritische Stellen sind unter anderem Wehre und Schwellen, wo Boote und Luftmatratzen leicht in den Wasserwalzen hängenbleiben können. Aber auch Steine, Sandbänke, Äste und ganze Baumstämme bergen grosse Risiken. Je nach Wetterlage kann die Thur innert kurzer Zeit zu einem reissenden Fluss werden. Wie die Polizei weiter schreibt, sollte, wer auf der Thur unterwegs ist, unbedingt vorausschauend fahren, damit rechtzeitig auf Gefahren und Hindernisse reagiert werden kann. (kapo/chs)