Neujahrsapéro der Thurgauer Kantonalbank: Dominique Gisin spricht über Tiefschläge

Viel Prominenz aus Thurgauer Wirtschaft und Politik war am Montagabend nach Arbon in den Seeparksaal gekommen, um die Gastrednerin und Abfahrts-Olympiasiegerin Dominique Gisin zu hören. 

Florian Beer
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SBS-Chefin Andrea Ruf und FDP-Nationalrat Hansjörg Brunner am Neujahrsapéro 2019 der Thurgauer Kantonalbank im Seeparksaal Arbon. (Bilder: Reto Martin)
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CEO Thomas Koller und VR-Präsident René Bock.
Unternehmer Thomas Weihrich und GP-Kantonsrat Jost Rüegg.
Werner Minder, Gemeindepräsident von Hohentannen, und sein ehemaliger Chef, der Sirnacher Gemeindepräsident und Kantonsrat Kurt Baumann.
Regierungsratspräsidentin Cornelia Komposch und Gottlieber-Hüppen-Chef Dieter Bachmann.
CVP-Nationalrat Christian Lohr und Ski-Olympiasiegerin Dominique Gisin.

SBS-Chefin Andrea Ruf und FDP-Nationalrat Hansjörg Brunner am Neujahrsapéro 2019 der Thurgauer Kantonalbank im Seeparksaal Arbon. (Bilder: Reto Martin)

«Winter und Skisport.» So lautete das Motto des achten Neujahrsapéros der Thurgauer Kantonalbank. Das Foyer war mit einem winterlichen Blau ausgeleuchtet und weisse Tannenbäume schufen die Illusion eines Winterlandes. Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft hatten sich in diesem eingefunden, um gemeinsam die erste Woche des neuen Jahres zu besiegeln.

Vielerorts ist es Brauch, sich Neujahrsvorsätze zu nehmen. Nicht aber im Seeparksaal in Arbon. Die gängige Meinung an diesem Abend war, dass man diese sowieso nicht einhalte und deshalb sich auch nicht die Mühe mache, krampfhaft nach neuen zu suchen. Einige Vorsätze und Ausblicke gab es allerdings: Bankpräsident René Bock freut sich 2019 vor allem auf die Zusammenarbeit mit einem tollen Team. Nationalrat Christian Lohr wünscht sich für das neue Jahr Gesundheit und Lebensfreude, mit der er auch gerne andere anstecken wolle. Sein Nationalratskollege Hansjörg Brunner war zufrieden, deshalb wolle er «im neuen Jahr weitermachen wie bisher».

Gute Vorsätze nicht nur an Neujahr

In dieselbe Kerbe schlug auch die Referentin des Abends, Olympiasiegerin Dominique Gisin. «Ich finde, man sollte sich jeden Tag Vorsätze machen, und nicht nur an Neujahr.» Der Anlass war auch der erste Auftritt des neuen Vorsitzenden der Geschäftsleitung, Thomas Koller. Er löst Heinz Huber ab, der am 1. Januar seine neue Stelle als Chef der Raiffeisen-Bank angetreten hat.

Nach der Begrüssung durch Bankratspräsident Bock durfte Koller die Gastrednerin des Abends ankündigen: Abfahrts-Olympiasiegerin 2014 Dominique Gisin. Sie blickte auf ihre im Jahr 2015 beendete Karriere zurück, die von vielen Tiefschlägen, aber auch Erfolgen geprägt war. Zu den Höhepunkten zählen neben dem Olympiatitel drei Weltcupsiege sowie weitere Spitzenplatzierungen im internationalen Skizirkus.

Knie musste siebenmal operiert werden

Die Schattenseite bildet Gisins Krankenakte. Allein am rechten Knie musste sie sieben Mal operiert werden, 2010 stürzte sie an den Olympischen Winterspielen in Vancouver und musste ihre Medaillenträume um vier Jahre verschieben. Nach ihrem Rücktritt 2015 studierte Gisin Physik an der ETH in Zürich, was sie im September mit dem Bachelor abschloss. Seit Oktober 2018 ist sie als CEO der Stiftung Schweizer Sporthilfe tätig und unterstützt ihre jüngere Schwester Michelle, die ebenfalls im Ski-Weltcup fährt und an den letztjährigen Winterspielen in der alpinen Kombination Gold gewann.

Gestärkt aus Niederlagen hervorgehen

Gisins Botschaft lautete, man solle sich nicht von Tiefschlägen niedermachen lassen. Sondern aus Niederlagen gestärkt hervorzugehen. Mit diesen Worten verabschiedete auch der neue Geschäftsleitungs-Vorsitzende Koller die Gäste.