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Neugestaltung wird zur Geduldsprobe

Erster Anlauf (ab 2007):

Die ersten Planungen für die Neugestaltung von Marktplatz, Bohl und Blumenmarkt in St.Gallen reichen bis ins Jahr 2007 zurück. Ein erster Gestaltungswettbewerb wurde 2008 durchgeführt. Auf dem ersten Platz landete damals das Projekt «Josy und Orazio» der St.Galler Architekten Martin Engeler, Armin Benz und Nora Bothe. Im Mai 2011 lehnten die St.Gallerinnen und St.Galler die Marktplatzumgestaltung überraschend klar ab. Über 53 Prozent sagten Nein zu einem Verpflichtungskredit von 35,8 Millionen Franken. Der Abstimmungskampf wurde aussergewöhnlich hart und emotional ­geführt. Dies schlug sich auch in der hohen Stimmbeteiligung von 46,8 Prozent nieder.

Zweiter Anlauf (2012 - 15)
Nach der deutlichen Ablehnung der ersten Vorlage gab der Stadtrat eine Vox-Analyse in Auftrag. Hauptgründe für das Nein waren derzufolge vor allem die Beteiligung der Stadt an einer geplanten Tiefgarage beim Schibenertor sowie der beabsichtigte Abbau der Calatrava-Halle. Im März 2015 schickten die Stimmberechtigen eine abgespeckte Marktplatz-Vorlage erneut bachab. Rund 58 Prozent sagten Nein zu einem Verpflichtungs­kredit von 14 Millionen Franken. Trotz geringerer Investitionen fiel die Ablehnung noch deutlicher aus als vier Jahre zuvor. Die Vorlage kam vor das Stimmvolk, weil FDP, SVP, Gewerbe und Wirtschaft gegen den Entscheid des Stadtparlaments das Referendum ergriffen hatten.

Dritter Anlauf (2017 –)
Nach dem Scheitern der zweiten Abstimmung sprach sich die Stadtregierung für einen kompletten Neustart aus. Die Versäumnisse der Vergangenheit sollten mit einem partizipativen Verfahren wett­gemacht werden. Unter dem Titel Forum Marktplatz fanden im Januar und April 2017 zwei Workshops statt, in denen Einwohner und Interessenvertreter ihre Wünsche und Bedürfnisse äussern konnten. Bis im Frühling soll eine Studie zum öffentlichen Verkehr vorliegen, und im kommenden Sommer wird ein neuer Ideenwettbewerb ausgeschrieben. Über einen Rahmenkredit für das Bauprojekt entscheiden das Stadtparlament oder sogar die Stimmbevölkerung voraussichtlich im kommenden Jahr. (mge)

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