Neues Personal im Fall Ullrich?

WEINFELDEN. Der Autounfall, den Ex-Radprofi Jan Ullrich 2014 in Mattwil verursacht hat, muss neu untersucht werden: Dies entschied das Bezirksgericht Weinfelden vergangenen Dienstag.

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WEINFELDEN. Der Autounfall, den Ex-Radprofi Jan Ullrich 2014 in Mattwil verursacht hat, muss neu untersucht werden: Dies entschied das Bezirksgericht Weinfelden vergangenen Dienstag. Womöglich wird der Fall bei Gericht künftig von anderen Personen behandelt, wie Stefan Haffter, Mediensprecher der Staatsanwaltschaft Thurgau, gegenüber der «Sonntagszeitung» sagt: «Da sich die Richter bereits mit dem Fall beschäftigt und die Anklageschrift zurückgewiesen haben, müssten sie gemäss Lehre und Rechtsprechung wegen Vorgefasstheit in den Ausstand treten, wenn der Fall im ordentlichen Verfahren neu beurteilt wird.» Ob allenfalls auch ein anderer Staatsanwalt mit dem Fall betraut werde, sei noch nicht entschieden. Ullrichs Anwälte und die Staatsanwaltschaft hatten sich bereits vor der Gerichtsverhandlung geeinigt; sie strebten ein abgekürztes Verfahren an. Das Gericht lehnte dies jedoch ab. Einer der Streitpunkte ist das Tempo, mit dem Ullrich mit seinem Auto vor dem Unfall gefahren sein soll. (red.)