Neuer Kulturpark «Gedankenberg»

Private Kulturinitiative in Sevelen: Am 1. Mai eröffneten Mali Gubser und Gert Gschwendtner ihren öffentlichen Kulturpark auf dem bislang überwucherten Hügel Storchenbüel.

Heidy Beyeler
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Auf verschlungenen Wegen begegnet man geheimnisvollen Plätzen, kontrastreichen Skulpturen und bearbeiteten Felsen. (Bild: Heidi Beyeler)

Auf verschlungenen Wegen begegnet man geheimnisvollen Plätzen, kontrastreichen Skulpturen und bearbeiteten Felsen. (Bild: Heidi Beyeler)

SEVELEN. Sie nennen ihn Gedankenberg: Mali Gubser und Gert Gschwendtner lassen die Öffentlichkeit teilhaben an einer Fülle von Installationen und Skulpturen, die zum Innehalten, Nachdenken und Spüren inspirieren. Auf dem Gedankenberg werden Menschen auf ihrem Weg neue Landschaften, neue Kunstwerke und neue Gedanken entdecken – immer wieder, wenn sie kommen, ist der Berg verändert – durch die Künstlerin Natur oder durch Künstler, die ihre Gedanken in Werken zusammenfassen.

Auf «unnützem» Gelände

Wie kommt es zu diesem öffentlichen Kunstpark? Die Antwort geben die Initianten Mali Gubser und Gert Gschwendtner: «Der Storchenhügel, auf dem ein Überbleibsel der Burg steht und der südwärts mit Reben bepflanzt ist, ist unübersehbar. Bis vor wenigen Jahren war er überwuchert mit Gestrüpp, Brombeeren und alten Bäumen. Niemand wusste mit diesem steilen, «unnützen» Gelände, das schier nicht mehr zu begehen war, etwas anzufangen.» Plötzlich war er da, der Gedanke zum Gedankenberg. Und er liess Gubser und Gschwendtner nicht mehr los. Der Hügel sollte der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Für Menschen, die sich in einer Phase des gedanklichen Rückzugs befinden; für Menschen, die ihre Gedanken ungestört weiterentwickeln wollen; für Menschen, die ihre Gedanken durch Inspiration anreichern möchten, und so weiter.

Ein Gedanke wird Realität

So beschlossen Mali Gubser und Gerd Gschwendter 2011, den überwucherten Hügel zu kultivieren – mit Kunstwerken aus diversen Materialien, mit Felssteinen, Installationen oder Experimenten. Das von Bildhauer Arthur Schneiter in Stein gemeisselte Klanghaus lässt erkennen, dass auf dem Gedankenberg viel Platz für unterschiedliche Kultur vorhanden ist.

«Der Gedankenberg in Sevelen wird in die Geschichte eingehen», sagte Mali Gubser anlässlich der Einweihung des Kulturparks. «Wir werden Konzerte organisieren und Theaterstücke aufführen. Der Gedankenberg wird ein kleines Zentrum für eigenwillige Kultur werden.» Der Park freut auch den Kanton– als «öffentlicher Raum, der von privater Seite geschaffen wurde», wie Katrin Meier, Leiterin Amt für Kultur, anerkennend sagte.

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