Neuer Glanz für das Feriendorf in Wildhaus

Reka, die Schweizer Reisekasse, investiert im Toggenburg rund eine Million Franken in die veraltete Anlage.

Christoph Zweili
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Das Reka-Feriendorf in Wildhaus.

Das Reka-Feriendorf in Wildhaus.

Bild: PD

7 Häuser, 57 Wohnungen, 300 Betten, stagnierende Gästezahlen: Das Feriendorf Wildhaus war in den letzten Jahren die schweizweit am schlechtesten ausgelastete Anlage der Schweizer Reisekasse mit Sitz in Bern. «Unter anderem, weil sie in die Jahre gekommen war», sagt Damian Pfister, Leiter Reka-Ferien. Auch der Bergbahnenstreit sei nicht spurlos am Feriendorf vorbeigegangen. «Viele Stammgäste sind auf andere Destinationen ausgewichen.»

Reka hat nun rund eine Million Franken investiert: 25 Wohnungen und die «Social Area» als Treffpunkt wurden komplett erneuert. Man glaube an den Standort Toggenburg und an Wildhaus mit der Sonnenterrasse. Vor allem in der Nebensaison sieht der Leiter Reka-Ferien noch Potenzial. Die Zusammenarbeit mit den Bahnen sei gut.

«Mit Wildhaus arbeiten wir eng zusammen.»

«Wir haben Supertarife für unsere Kunden herausholen können, unter anderem ein Ticket, das am Ende einer Ferienwoche mit den Konsumationen und einem Tagespreis von 30 Franken abgerechnet wird.» Das sei schweizweit einzigartig.

Zum Auftakt der Wintersaison war das Rekadorf in Wildhaus zu 50 bis 60 Prozent ausgelastet, «ab nächster Woche bis zum Sommer sind wir voll belegt», sagt Pfister. Das ist beim Feriendorf in Urnäsch der Regelfall: Es gehört punkto Auslastung seit Jahren zu den Spitzenreitern der schweizweit zwölf Anlagen – 2018 wurden 238 Belegungstage bei 288 Betriebstagen ausgewiesen, in Wildhaus waren es 144. Für Pfister stimmt in Urnäsch das ganze Paket: Die Lage des 2008 eröffneten Feriendorfes, die kurzen Wege, die thematische Ausrichtung auf Tiere und Natur «und der Kult rund ums Appenzellerland». Das hätten viele Familien gemerkt: Das Dorf sei stets ausgebucht.

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Gestaltungsplan für das Reka-Dorf in Kreuzlingen

Auch der Bau des Reka-Dorfes in Kreuzlingen sei auf gutem Weg. Der Gestaltungsplan für das Projekt mit 70 Wohneinheiten und rund 350 Betten sei beim Kanton Thurgau in der Vernehmlassung. «Gibt es keine Einsprachen, wollen wir Ende 2021 mit dem Bau beginnen», sagt Pfister. Das Reka-Dorf, schweizweit als einziges direkt am See gelegen, werde wie andere Anlagen auch komplett barrierefrei gebaut, um auch Menschen mit einer Beeinträchtigung aufnehmen zu können. Abgeklärt werde derzeit noch, ob man in Kreuzlingen Thermalwasser aus dem Bodensee nutzen könne.