Neuer Co-Präsident für die Ostschweizer Biobauern

Beim Verein Bio Ostschweiz ist es zu Veränderungen im Vorstand gekommen. An der Delegiertenversammlung trat Co-Präsident Kurt Müller zurück. Sein Nachfolger heisst Sepp Sennhauser.

Isabelle Schwander
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DEGERSHEIM. Herbert Schär, Co-Präsident des Vereins Bio Ostschweiz, stellte an der 21. Delegiertenversammlung in Degersheim fest, dass sich beim Biobrot der Marktanteil mit 19 Prozent bald jenem der Bioeier (20 Prozent) angleicht und damit starke Umsatzanteile erreicht werden. Nach wie vor ist es das erklärte Ziel der Bioproduktion, den Inlandanteil beim Brotgetreide zu steigern, bei möglichst gleich hohen Produzentenpreisen. Eine grosse Nachfrage besteht seitens der Konsumenten unter anderem auch für Inland-Öle.

Erfolgreicher Biomarkt

Als eine der besten Plattformen für die Bioproduktewerbung erweist sich für den Verein die Durchführung des Biomarkts im Spätsommer in Weinfelden mit etwa 50 Marktständen. Bioberaterin Anita Gstöhl Philipp berichtete, dass sich der Biomarkt im vergangenen Jahr als der bis anhin erfolgreichste erwies. Dieser Eindruck wurde durch die positiven Rückmeldungen der Marktfahrer bestätigt.

Bei der Biomilch besteht für die Produzenten in diesem Jahr die besondere Herausforderung darin, eine zusätzliche Milchmenge von zehn Millionen Kilogramm Milch aus den Umstellerbetrieben auf dem Markt zu verkaufen. Kurt Müller, Co-Präsident des Vereins Bio Ostschweiz, stellte fest, dass Bio-Weide-Beef grossen Anklang findet und die Herausforderung für die Produzenten darin besteht, die Tierbestände nachfragegerecht aufzustocken.

Mehrere Wechsel im Vorstand

An der diesjährigen Delegiertenversammlung kam es im Vorstand zu personellen Veränderungen. Kurt Müller, der seit 2000 im Vorstand und ab 2004 als Co-Präsident wirkte, trat von seinem Amt zurück. Als sein Nachfolger wurde Sepp Sennhauser gewählt. Ebenfalls zurückgetreten ist Anita Gstöhl Philipp, welche sich seit 2008 im Vorstand engagierte. Ihren Platz nimmt Daniel Fröhlich ein, der Bioberater am BBZ Arenenberg ist. Ebenfalls neu in den Vorstand wurde Daniela Marty-Böhi gewählt.

Im Anschluss an die Versammlung hielt Markus Ritter, Biobauer und Präsident des Schweizerischen Bauernverbands, ein Referat über den Stellenwert von Knospe Bio für die schweizerische Landwirtschaft. Er stellte fest, dass die Schweizer Landwirtschaft, ob Bio oder integriert produzierend, heute sehr naturnah und nach hohen Standards arbeite, den internationalen Vergleich nicht zu scheuen brauche und die Konsumenten mit Qualität überzeugen wolle.