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Neue Chance für gefallenen Beamten

Er wurde wegen Urkundenfälschung verurteilt. Jetzt hat der Ex-Stadtschreiber von Rorschach einen neuen Job - auf dem Grundbuchamt Innerrhoden.
Andri Rostetter
Obwohl das Grundbuchamt Innerrhoden mit knappen Ressourcen kämpft, bleibt die Anstellung vorläufig auf ein Jahr befristet. (Bild: Urs Bucher)

Obwohl das Grundbuchamt Innerrhoden mit knappen Ressourcen kämpft, bleibt die Anstellung vorläufig auf ein Jahr befristet. (Bild: Urs Bucher)

Die Innerrhoder Standeskommission hat einen neuen Sachbearbeiter für das Grundbuchamt gewählt. Diese Personalie wäre normalerweise nicht der Rede wert. In diesem Fall ist sie aber bemerkenswert: Beim neuen Mitarbeiter handelt es sich um Roger Böni, Ex-Stadtschreiber von Rorschach und Ex-Gemeindepräsident von Untereggen. Aus der Medienmitteilung der Standeskommission lässt sich aber eine gewisse Vorsicht herauslesen: Obwohl das Grundbuchamt schon länger mit fehlenden personellen Ressourcen kämpft, bleibt Bönis Anstellung vorläufig auf ein Jahr befristet. Zudem beschränken sich seine Kompetenzen bis auf weiteres auf Grundbuchgeschäfte. Geschäfte im Zusammenhang mit dem Güter- und Erbrecht sowie mit dem Gesellschaftsrecht darf Böni nicht bearbeiten.

Fehler «technischer Art»

Böni war im Frühling in Rorschach entlassen worden, nachdem das Kreisgericht ihn wegen Urkundenfälschung und ungetreuer Geschäftsbesorgung verurteilt hatte. Der 50-jährige Familienvater hatte beim Bau seines Einfamilienhauses in Untereggen gut 9000 Franken an Gebühren zu wenig bezahlt. Die falsche Abrechnung hatte Böni sich selber ausgestellt –er war bis Anfang 2014 Präsident von Untereggen. 2016 stellte die Gemeinde den Fehler fest und erstattete Anzeige. Vor Kreisgericht machte Böni Anfang Februar geltend, er habe 20 Jahre nach bestem Wissen und Gewissen für die Gemeinde gearbeitet. Es habe sich um einen Fehler «technischer Art» gehandelt.

Urteil nicht akzeptiert

Die Staatsanwaltschaft sah dies anders. Sie warf ihm vor, sich «unrechtmässig einen finanziellen Vorteil» verschafft und wissentlich eine gefälschte Verfügung verwendet zu haben. Das Gericht folgte der Argumentation der Staatsanwaltschaft und verurteilt Böni zu einer bedingten Geldstrafe von 80 Tagessätzen à 210 Franken bei einer Probezeit von zwei Jahren. Das Urteil ist rechtskräftig.

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