Neue Bühne – grosse Namen

Mit Drake, Wiz Khalifa und Beginner setzt das Open Air Frauenfeld auch dieses Jahr wieder auf grosse Namen der Urban Music. Neu wird es auf der Allmend eine dritte Bühne geben.

René Rödiger
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Stimmung im Anmarsch – die Vorverkaufszahlen für das Frauenfelder Open Air 2012 sind vielversprechend. (Bild: Reto Martin)

Stimmung im Anmarsch – die Vorverkaufszahlen für das Frauenfelder Open Air 2012 sind vielversprechend. (Bild: Reto Martin)

FRAUENFELD. Gestern haben die Veranstalter des Open Air Frauenfeld die ersten Headliner bekannt gegeben. Drake, der Überflieger des letzten Jahres, wird erstmals in der Schweiz auftreten. «Vor allem auf Drake haben wir von unseren Fans sehr gute Rückmeldungen bekommen», sagt denn auch Mediensprecher Joachim Bodmer. Er spricht von einem «ganz besonderen Leckerbissen». Der Amerikaner wird von allen grossen Musikmagazinen als der Nachfolger von Jay-Z und Kanye West gefeiert.

Ebenfalls in Frauenfeld auftreten wird Wiz Khalifa. Spätestens seit dem Album «Rolling Papers» ist der Rapper aus Pittsburgh auch in Europa bekannt. Ob seine Verlobte, die Erotik-Tänzerin und Neo-Sängerin Amber Rose, auch auf der Allmend anzutreffen sein wird, ist nicht bekannt.

Mit den Beginnern kommen alte Bekannte nach Frauenfeld. Bereits 2004 sorgte das Deutsch-Rap-Kollektiv für gute Stimmung auf der Allmend. Bandmitglied Jan Delay war sogar schon zwei- mal Gast in Frauenfeld (2008 und 2010).

Programm in Davos vorgestellt

Weitere Musiker werden am Samstag beim «Snow Jam» in Davos angekündigt. «Es werden ähnliche Künstler sein. Und auf jeden Fall sind nochmals grosse Namen dabei», verspricht Bodmer. Einen davon gibt er schon mal bekannt: Der Schweizer Reggae-Star Phenomden. Ebenfalls dabei sind Samy Deluxe aus Deutschland und Soja aus den USA. Die beiden Acts sind zwar nicht offiziell bestätigt, werden aber laut Openairguide.net am Samstag auf der Allmend auftreten.

«Unser Musikstil ist ganz klar auf Urban Music fokussiert», sagt Bodmer. Aber auch das Open Air Frauenfeld passt sich der Entwicklung an: «Wir machen eine dritte Bühne – eine reine Reggaebühne», sagt Bodmer. Dort sollen nicht einfach DJs spielen, sondern «Künstler aus der Subkultur», sagt der Mediensprecher.

Mit dem Aargauer Touch The Air und dem neuen Festival Motion im solothurnischen Gunzgen werben zwei Open Airs um die ähnliche Publikumsgunst wie Frauenfeld. «Wir fragen uns immer wieder, ob der Schweizer Markt für solche Open Airs gross genug ist», sagt Bodmer. «Schliesslich wird wohl der Markt zeigen, ob ein Festival über die Klinge springen muss. Dass es wir sein werden, glaube ich kaum – wir haben ein grosses Stammpublikum.»

Dass die Kundschaft auch in diesem Jahr Frauenfeld treu ist, zeigt sich an den Vorverkaufszahlen. «Der Verkauf läuft bisher sehr gut und wird mit der Bekanntgabe der ersten Namen wohl nochmals anziehen», sagt Bodmer.

Keine alternden Stars

Dennoch spürt auch das Open Air Frauenfeld den Preisdruck. «Unser Bandbudget ist vergleichbar mit anderen grossen Festivals. Es sind so um die 1,8 Millionen Franken», sagt Bodmer. Den Vorteil sieht der Mediensprecher beim Programm: «Das kann nur schlecht mit anderen Open Airs verglichen werden. Und im Gegensatz zu anderen Festivals bieten wir jedes Jahr etwas Neues und nicht immer nur die alternden Stars.»

Das Open Air Frauenfeld findet vom 6. bis 8. Juli statt.

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