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Nesslau drückt Eduardo Frei die Daumen

NESSLAU-KRUMMENAU. Nesslau hofft auf einen Wahlsieg seines berühmten Sohns Eduardo Frei an den chilenischen Präsidentschaftswahlen. Dieser hatte am Freitag bekanntgegeben, dass er das Schweizer Bürgerrecht erhalten hat.
Eduardo Frei. (Bild: Keystone)

Eduardo Frei. (Bild: Keystone)

Dass Eduardo Frei seit kurzem Schweizer Bürger ist, erfuhr Rolf Huber, Gemeindepräsident von Nesslau-Krummenau, «aus den Medien». Der 67-jährige Frei, der am kommenden Sonntag zum zweiten Mal in seiner Karriere zum chilenischen Präsidenten gewählt werden möchte, ist Bürger von Nesslau: Sein Grossvater wanderte 1909 aus dem Toggenburg nach Chile aus. Trotz dieser Wurzeln war Freis Einbürgerung keine Angelegenheit der Gemeinde. Im Ausland geborene Kinder von Schweizern müssen ihre Staatsbürgerschaft bis zum 22. Lebensjahr eintragen lassen. Weil Frei diese Frist verstreichen liess, hat er das Schweizer Bürgerrecht «verwirkt». Über seine Wiedereinbürgerung entscheidet der Bund.

Frei kann Italienisch

Eine Voraussetzung für die Wiedereinbürgerung ist laut Gesetzestext die «Verbundenheit mit der Schweiz». «Das bedeutet die Beherrschung einer Landessprache sowie allgemeine Kenntnisse der Schweiz», erklärt Michael Glauser, Sprecher des Bundesamtes für Migration.

Freis Italienisch-Kenntnisse seien wie üblich in der Schweizer Botschaft in Santiago de Chile geprüft worden. Auf «Tages-Anzeiger»-online war Freis Einbürgerung als «seltsam rasch» bezeichnet worden. «Entscheide, für die der Bund allein zuständig ist, werden oft schneller gefällt», sagt Glauser. Kenntnisse über die Schweiz hat Frei unter anderem im März 1995 erworben: Als damaliger chilenischer Präsident war er auf Staatsbesuch und ging auf «Spurensuche» in Nesslau. Huber war bereits damals mit dabei – als Ratsschreiber.

Karriere verfolgt

Die politische Karriere Freis hat Huber seither verfolgt. «Ich drücke ihm die Daumen für die Wahlen am Sonntag.» Denn sollte Frei, der für eine Mitte-links-Koalition im Rennen ist, an der Urne siegen, könnte er irgendwann wieder auf (Toggenburger) Staatsbesuch kommen. Unabhängig davon freut sich Huber über die internationale Medienpräsenz seiner Gemeinde: «Das ist gut fürs ganze Toggenburg.» (upz)

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