NEID: Die Hardturmbrache steht für Zürcher Weltläufigkeit

Wo früher ein schmuckes Stadion stand und sogar der FC St.Gallen seine internationalen Spiele austrug, liegt heute eine Brache. Das hat nicht nur schlechte Seiten. Für Ostschweizer sowieso nicht.

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Ein Stadion bauen können wir Ostschweizer. Das attestieren uns sogar die neidischen Zürcher. (Bild: Benjamin Manser)

Ein Stadion bauen können wir Ostschweizer. Das attestieren uns sogar die neidischen Zürcher. (Bild: Benjamin Manser)

Wir St. Galler sind die Grössten, wenn es um den Bau von Sportstadien geht. Welch ein Lob! Und das steht nicht irgendwo, sondern im "Tages-Anzeiger". Mit dem Kompliment verbinden die Tagi-Kolleginnen den Tipp, wir sollten die Hardturm-Brache besuchen. Jenen Ort, wo eigentlich seit neun Jahren das neue Stadion von GC und FCZ stehen sollte. Sollte, weil Einsprachen und Niederlagen an der Urne den Bau verzögert haben: Die Hardturm-Brache als Symbol planerischer Unfähigkeit – und das in der Weltstadt Zürich. Statt Fussballrasen gibt es dort urbane Gärten, eine Skateranlage und einen Tonofen, in dem Anwohner Brot backen. Die Brache ist also kein Symbol planerischer Unfähigkeit, sondern der Zürcher Weltläufigkeit. Und darum, liebe Zürcher: Lasst euch Zeit mit dem Stadionbau. Bei uns stand die AFG Arena, pardon: der Kybunpark ratzfatz. Nicht wenige wünschen sich aber das alte Espenmoos zurück. Und damit verbunden die unvergesslichen Europacupspiele, die wegen unseres maroden Stadions in Zürich gespielt wurden. Aber eben: Den alten Hardturm gibt es ja auch nicht mehr. (chk)

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