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NATIONALSTRASSEN: Dritte Tunnelröhre für St.Gallen soll bis 2030 kommen

Die Beseitigung von Engpässen in der Stadt St.Gallen hat beim Nationalstrassenausbau des Bundes Priorität. Die St.Galler Regierung fordert aber auch Finanzmittel für Projekte der Nachbarkantone.
Christoph Zweili
Ohne Ausbau droht im Rosenbergtunnel der Kollaps, sind sich die Experten einig. (Bild: Ralph Ribi)

Ohne Ausbau droht im Rosenbergtunnel der Kollaps, sind sich die Experten einig. (Bild: Ralph Ribi)

Christoph Zweili

christoph.zweili@tagblatt.ch

Die St. Galler Regierung ist zufrieden: In der Vorlage des Bundes zum Ausbau des Nationalstrassennetzes wurde den Anliegen des Kantons Rechnung getragen. Mit dem Strategischen Entwicklungsprogramm Nationalstrassen will der Bund den Verkehrsfluss auf den Autobahnen in den städtischen Agglomerationen verbessern. Seit Jahren ist bekannt: Handlungsbedarf in der Region besteht auf den Autobahnabschnitten Kreuzbleiche–Neudorf (Rosenbergtunnel) und Neudorf–Meggenhus.

Ohne diesen Ausbau käme es auf der A1 bis 2040 zum Verkehrskollaps, sind sich die Experten von Bund und Kanton einig. Im vorliegenden Ausbauprogramm wird der Realisierungs­horizont für die Erweiterung des Abschnitts Kreuzbleiche–Neudorf inklusive Bau der dritten Röhre im Rosenbergtunnel auf 2030 festgelegt.

Tunnelausbau löst Engpässe aus

Mit dem Ausbau der Tunnel­kapazität in St. Gallen kommt es gemäss Prognosen zwischen Neudorf im Osten der Stadt und der Verzweigung Meggenhus bei Goldach zu Engpässen. Problematisch seien vor allem die dicht aufeinander folgenden Anschlüsse und die vielen Verflechtungen der Autobahnspuren, heisst es im Entwicklungsprogramm Nationalstrassen. Die Erweiterung des Abschnitts Neudorf–Meggenhus soll daher erst nach 2040 erfolgen, ein konkretes Projekt gibt es noch nicht.

Der Bund beziffert die Bruttokosten für die dritte Tunnelröhre mit 462 Millionen Franken (Stand 2016). Die St. Galler Regierung weist nun in der Vernehmlassungsantwort darauf hin, dass die zusätzlichen Kosten für die Teilspange mit Anschluss und Kreisel im Bereich des Güterbahnhofareals zu berücksichtigen seien. Diese Kosten sind noch nicht bekannt – die konkrete Linienführung und der Finanzbedarf würden derzeit im Rahmen einer Zusatzstudie unter Leitung des Kantons St. Gallen ermittelt, heisst es in der Vernehmlassungsvorlage des Bundes. Um den Engpass zu entschärfen und das Strassennetz in der Stadt zu entlasten, sei nebst dem Ausbau der Stammstrecke «auch zwingend diese Teilspange zu realisieren», schreibt die Regierung.

Die unterirdische Abzweigung soll die heutige Achse ­St.-Leonhard- und Teufener­strasse bis Riethüsli entlasten. Durch die Verlängerung der Teilspange soll der Verkehr Richtung Teufen bis an den Stadtrand unterirdisch geführt werden.

Weitere Ausbauten im Nationalstrassennetz

Die Stadtautobahn in St. Gallen ist der einzige Autobahnabschnitt der Ostschweiz, der zum strategischen Entwicklungsprogramm (Step) gehört. In ihrer Vernehmlassungsantwort weist die St. Galler Regierung darauf hin, in den Kantonen St. Gallen, Thurgau und Appenzell Ausserrhoden herrsche Konsens darüber, dass weitere Ausbauten auf den Nationalstrassen nötig seien.

Vor allem die Bodensee-Thurtalstrasse und der Zubringer Appenzellerland mit Anschluss an die A1 (Umfahrung Herisau) seien von grosser Bedeutung (Ausgabe vom 5. Mai). Dafür seien die nötigen Finanzmittel im Step-Programm Nationalstrassen einzustellen.

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