Nachspiel zur KVI
Kirche soll im Kanton St.Gallen politisch neutral sein – das fordern drei bürgerliche Politiker, Links-Grün will sich gegen «Maulkörbe» wehren

Die Konzernverantwortungsinitiative wurde zwar abgelehnt, zieht aber weitere Debatten nach sich. Im Kanton St.Gallen jene um die Rolle der Kirche und gemeinnütziger Organisationen in der Politik.

Adrian Lemmenmeier-Batinić
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«Für unsere Nächsten und Gottes Schöpfung: Ja zur Konzernverantwortungsinitiative»: Auch in der Ostschweiz haben sich Kirchgemeinden klar zu einem linken Anliegen positioniert. Bürgerliche Politiker wollen nun regeln, inwiefern sich die Kirche bei Abstimmungen äussern darf.

«Für unsere Nächsten und Gottes Schöpfung: Ja zur Konzernverantwortungsinitiative»: Auch in der Ostschweiz haben sich Kirchgemeinden klar zu einem linken Anliegen positioniert. Bürgerliche Politiker wollen nun regeln, inwiefern sich die Kirche bei Abstimmungen äussern darf.

Bild: Ralph Ribi

Es war ein hauchdünner Entscheid: 51 Prozent der Stimmberechtigten sagten Ende November Ja zur Konzernverantwortungsinitiative, kurz KVI. Doch das Volksbegehren scheiterte am Ständemehr. Der Abstimmungskampf war heftig, in der letzten Phase giftig. Die Gegner warfen den Befürwortern unter anderem koloniale Arroganz vor. Von der anderen Seite hiess es, Bundesrätin Karin Keller-Sutter verbreite Lügen.