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NACHGEFRAGT: «Es fehlen sicher noch eine oder zwei Rockbands»

Seit gestern ist das St.Galler Open-Air-Programm zu zwei Dritteln und samt Headlinern bekannt. Der Musikchef und Festivalleiter Christof Huber nennt seine Favoriten und erklärt, warum gewisse Szenen und Namen (noch) fehlen.
OpenAir-St.Gallen-Chef Christof Huber zum Line-up: "Schmerzliche Lücken gibt es keine." (Bild: Mareycke Frehner)

OpenAir-St.Gallen-Chef Christof Huber zum Line-up: "Schmerzliche Lücken gibt es keine." (Bild: Mareycke Frehner)

Ein Festivalprogramm ist ja immer eine Mischung aus dem Wünsch- und dem Machbaren. Was sind Ihre erfreulichsten Zusagen für 2017?

Wir freuen uns sehr auf Alt-J, die wir seit ihrem Début am Open Air St.Gallen wollten und die jetzt mit einem neuen Album endlich zu uns kommen; eine der stärksten und intelligentesten Bands der letzten fünf Jahre. Justice waren 2008 bei uns und machen sich stets sehr rar. Die Band hat ein neues starkes Album gemacht und ist live immer ein Highlight. Ich freue mich auch sehr auf Glass Ani­mals, eine der spannendsten neuen Bands, die gross werden, sowie auf Louis Berry, einen aktuellen Senkrechtstarter mit grossem Potenzial.

Sie setzen auf gleich drei österreichische Bands: Ist die Austropop-Szene so stark oder hat das auch mit den Vorarlbergern im Sittertobel zu tun?

Die österreichische Szene war lange nicht präsent, aber mit innovativen Bands wie Bilderbuch oder Wanda haben sie Rückenwind erhalten. Deshalb ist Voodoo Jürgens auch direkt auf die Nummer eins in Österreich eingestiegen und ein Versprechen auf die Zukunft.

Wohl der bekannteste Kopf am OpenAir 2017: Campino, Sänger der Toten Hosen. (Bild: Luca Linder)Wohl der bekannteste Kopf am OpenAir 2017: Campino, Sänger der Toten Hosen. (Bild: Luca Linder)
Die Frau aus Neuseeland: Lorde. (Bild: ASHLEY LANDIS (EPA))Die Frau aus Neuseeland: Lorde. (Bild: ASHLEY LANDIS (EPA))
Sein grosser Hit heisst "Let Her Go": Passenger. (Bild: MANUEL LOPEZ (KEYSTONE))Sein grosser Hit heisst "Let Her Go": Passenger. (Bild: MANUEL LOPEZ (KEYSTONE))
Insbesondere in der Schweiz sehr populär: Die Musiker von Pegasus. (Bild: SAMUEL GOLAY (KEYSTONE/TI-PRESS))Insbesondere in der Schweiz sehr populär: Die Musiker von Pegasus. (Bild: SAMUEL GOLAY (KEYSTONE/TI-PRESS))
Auch Wanda waren schon einmal am OpenAir St.Gallen. (Bild: Peer Füglistaller)Auch Wanda waren schon einmal am OpenAir St.Gallen. (Bild: Peer Füglistaller)
Im Jahr 2012 am Open Air Frauenfeld - schon bald im Sittertobel: Beginner. (Bild: Reto Martin)Im Jahr 2012 am Open Air Frauenfeld - schon bald im Sittertobel: Beginner. (Bild: Reto Martin)
Ein Heimspiel geben wird es für die Band Soda aus Goldach. (Bild: Benjamin Manser)Ein Heimspiel geben wird es für die Band Soda aus Goldach. (Bild: Benjamin Manser)
Hiphop aus dem Bündnerland: Breitbild. (Bild: MANUEL LOPEZ (KEYSTONE))Hiphop aus dem Bündnerland: Breitbild. (Bild: MANUEL LOPEZ (KEYSTONE))
Der Kesswiler Rapper Crispy Dee im Hafen von Romanshorn - auch er kommt ans OpenAir St.Gallen. (Bild: Reto Martin)Der Kesswiler Rapper Crispy Dee im Hafen von Romanshorn - auch er kommt ans OpenAir St.Gallen. (Bild: Reto Martin)
Sie sind Justice, ein Elektro-Duo aus Frankreich: Gaspard Auge (links) und Xavier de Rosnay. (Bild: LAURENT GILLIERON (KEYSTONE))Sie sind Justice, ein Elektro-Duo aus Frankreich: Gaspard Auge (links) und Xavier de Rosnay. (Bild: LAURENT GILLIERON (KEYSTONE))
2014 traten Bastille auf der Sitterbühne auf - bald kommen sie zurück nach St.Gallen. (Bild: Benjamin Manser (Benjamin Manser))2014 traten Bastille auf der Sitterbühne auf - bald kommen sie zurück nach St.Gallen. (Bild: Benjamin Manser (Benjamin Manser))
Auch Alt-J werden den Weg ins Sittertobel finden. (Bild: SIGI TISCHLER (KEYSTONE))Auch Alt-J werden den Weg ins Sittertobel finden. (Bild: SIGI TISCHLER (KEYSTONE))
Jack Savoretti. (Bild: MARTIAL TREZZINI (EPA))Jack Savoretti. (Bild: MARTIAL TREZZINI (EPA))
Der britische Musiker Michael Kiwanuka. (Bild: MARTIAL TREZZINI (KEYSTONE))Der britische Musiker Michael Kiwanuka. (Bild: MARTIAL TREZZINI (KEYSTONE))
Simon Neil, Frontmann der schottischen Band Biffy Clyro. (Bild: MANUEL LOPEZ (KEYSTONE))Simon Neil, Frontmann der schottischen Band Biffy Clyro. (Bild: MANUEL LOPEZ (KEYSTONE))
15 Bilder

Sie alle kommen ans Open Air St.Gallen

Österreicher, Deutsche, Briten, von Elektro bis Hip-Hop. Anderes hingegen vermisst man, beispielsweise hat es fast keine Frauen und fehlen Altstars. Wo stellen Sie schmerzliche Lücken fest, die mit den 15 ausstehenden Namen noch zu füllen sind?

Lorde ist aktuell tatsächlich die einzige grosse Frau, aber ich bin überzeugt, dass sich hier noch einiges tun wird mit den Ankündigungen der restlichen Bands. Schmerzliche Lücken gibt es keine, ausser dass sicher noch eine oder zwei Rockbands fehlen und eine bis zwei glaubwürdige Vertreter des Indierock.

Im Programm finden sich mit einer Ausnahme keine US-Amerikaner. Trump ist wohl kaum schuld… Zufall oder hat das finanzielle Gründe?

Es ist wirklich reiner Zufall. Wir buchen unser Programm nach der Qualität und Aktualität, und dieses Jahr war bisher einfach wenig dabei. Natürlich gibt es gewisse Bands aus den USA, die schlicht die Relationen verloren haben, aber die gibt es auch aus anderen Ländern.

Sie haben soeben in Groningen den «Excellence & Passion Award» von 25 Festivals in Europa erhalten. Ausgezeichnet wird das Lebenswerk einer Person, die «etwas Grösseres schuf als nur ein Festival». Was bedeutet Ihnen dieser Preis?

Der Preis ist für mich eine grosse Ehre, da er erst zum dritten Mal vergeben wurde, an die Person und deren Leistung gerichtet ist und von Festivalpromotern aus ganz Europa bestimmt wurde. Ich arbeite seit fast 20 Jahren für die Festivalvereinigung Yourope und bin deren Geschäftsführer. Für diese Arbeit ausgezeichnet zu werden, ist für mich eine tolle Sache.

Wo kann das Open Air St.Gallen im 41. Jahr denn konkret noch besser werden?

Wir arbeiten daran, dass wir bei gewissen Sponsoringbauten eine höhere Qualität erreichen und den Nutzen für die Besucherinnen und Besucher erhöhen. Und wir entwickeln das F&B-Konzept, also Food & Beverage stetig weiter, um auch hier noch höhere Qualität und Vielfalt zu erreichen.

Was ist eigentlich Ihr persönliches Lieblingsfestival?

Ich war von Festivals wie Sziget oder Exit stark beeindruckt, da deren Freiheitsgefühl und die Vielfalt des Programmangebotes unglaublich gross ist. (mel)

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