Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

NACHGEFRAGT: «Arbeitsplätze nicht aufgeben»

ST.GALLEN. Die Swissprinters AG will den Standort St. Gallen, die ehemalige Druckerei Zollikofer, schliessen. Heute trifft die Unternehmensführung die Betriebskommission und Vertreter der Gewerkschaft.
Dominik Dietrich, Regionalsekretär Gewerkschaft Syndicom (Bild: Quelle)

Dominik Dietrich, Regionalsekretär Gewerkschaft Syndicom (Bild: Quelle)

«Arbeitsplätze nicht aufgeben»

Die Swissprinters AG will den Standort St. Gallen, die ehemalige Druckerei Zollikofer, schliessen. Heute trifft die Unternehmensführung die Betriebskommission und Vertreter der Gewerkschaft. Syndicom-Regionalsekretär Dominik Dietrich will die Schliessung verhindern.

Herr Dietrich, wie soll der Swissprinters-Standort St. Gallen gerettet werden?

Am Samstag haben wir uns mit der Kommission zur Rettung der Arbeitsplätze und einigen weiteren Kollegen getroffen, um die Vorschläge zu diskutieren, die die Mitarbeiter eingebracht haben. Nur ein Vorschlag erschien uns schliesslich als realistisch. Wenn der umgesetzt wird, wird die Druckerei kleiner sein als jetzt. Aber es ist besser, als wenn 173 Arbeitsplätze wegfallen.

Die Druckerei soll sich auf ihre Stärken besinnen. Welche?

Hier in St. Gallen gibt es Produkte, die kein anderer Standort der Swissprinters so machen kann – auch nicht der Betrieb in Zofingen, den die Swissprinters AG behalten will.

Wie ist nun das weitere Vorgehen?

An der Betriebsversammlung hat die Belegschaft der Swissprinters St. Gallen der Gewerkschaft Syndicom das Mandat gegeben, sie im Rahmen des heutigen runden Tisches gegenüber der Unternehmensführung zu vertreten. Diese muss dann bis Mitte November darüber entscheiden, wenn das Konsultationsverfahren endet.

Wie wollt Ihr die Swissprinters AG überzeugen?

Die Aktionen in St. Gallen und letzte Woche vor dem Hauptsitz der Ringier in Zürich haben gezeigt, dass die Mitarbeiter ihre Arbeitsplätze nicht aufgeben wollen. Das sollte die Unternehmensleitung ernst nehmen. Es hat genug Aufträge – mit kostensenkenden Massnahmen sollte es realistisch sein, dass der Betrieb weitergeführt werden kann. Man soll den Leuten diese Chance geben.

Was planen Sie für den Fall, dass die Unternehmensleitung Ihre Vorschläge ablehnt?

Wir müssten einige Punkte im Sozialkonzept diskutieren. Bis jetzt haben wir auch alles getan, um den Arbeitsfrieden zu wahren. Die Leute haben bewiesen, dass sie bereit sind, für ihre Arbeitsplätze zu kämpfen. Das sind sie auch weiterhin. (ken)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.