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Nach Urteil der Lausanner Richter: Rorschach hat freie Bahn

Das Bundesgericht hat eine Beschwerde gegen den Doppelspur-Ausbau
zwischen Goldach und Rorschach abgewiesen. Ein Urteil mit Folgen.
Christoph Zweili

1,3 Kilometer lang ist das Bahngleis zwischen Goldach und Rorschach. Eine scheinbar kleine Wegstrecke, aber der Baubeginn für die Doppelspur war jahrelang durch die Beschwerde einer Anwohnerin blockiert: Eine der letzten Einspurinseln der Schweiz. Nun könnte der Baustart im Frühling 2019 erfolgen. Nach dem Bundesverwaltungsgericht im Mai 2017 hat das Bundesgericht im September die Lärmbeschwerde abgewiesen.

Der Stadtbahnhof Rorschach heute. (Bild: Ralph Ribi)

Der Stadtbahnhof Rorschach heute. (Bild: Ralph Ribi)

Wegen des Streits hatten die SBB den Ausbau mehrmals verschoben, zuletzt auf den Herbst 2018. Nun aber geht es vorwärts. Von Goldach aus gesehen endet die neue Doppelspur nach der Haltestelle Rorschach Stadt, anschliessend bleiben wenige hundert Meter einspurig bis zum Bahnhof Rorschach. Die übrigen Ausbauten auf der Strecke St. Gallen–St. Margrethen sind bis auf diesen Doppelspurabschnitt abgeschlossen: Die Chancen sind intakt, dass der Neigezug ETR 610 zwischen Zürich und München ab Dezember 2020 doch noch hier durchbraust; ab St. Gallen verkürzt sich die Fahrzeit in die bayerische Metropole auf zweieinhalb Stunden.

«Quantensprung in der Stadtentwicklung»


Die Einsprecherin hatte in Lausanne vor allem Lärmgründe geltend gemacht, kam aber nicht damit durch: Gemäss Bundesamt für Umwelt werden beim Planungshorizont 2025 rund 175 Passagierzüge auf der Strecke verkehren, dazu kommen rund vier Güter- und 7 Dienstzüge. 30 Passagierzüge sind es in der Nacht, praktisch keine Güter- und nur zwei Dienstzüge. Die Richter sehen damit die Erschütterungsrichtwerte eingehalten.

Stadtpräsident Thomas Müller. (Bild: KEY/Gaetan Bally

Stadtpräsident Thomas Müller. (Bild: KEY/Gaetan Bally

Stadtpräsident Thomas Müller freut sich über das Urteil. Müller will den Stadtbahnhof ausbauen, zur Schnittstelle im öffentlichen Verkehr zwischen S-Bahn und Seebus. Für den Zugang zum Bus ist eine Unterführung geplant, «heute sind die Barrieren an der Strasse ein Hindernis». Nun liege der weitere Fahrplan offen. Das Rechtsmittelverfahren habe auch das Ausbauprojekt der Stadt betroffen. Hier soll ein neuer Stadtkern entstehen. «In zehn bis 15 Jahren wird das Quartier in der Umgebung des Stadtbahnhofs völlig anders aussehen», sagt Müller. «Das wird ein Quantensprung in der Stadtentwicklung.»

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