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Nach stürmischen Zeiten:
Kritik an Ex-FCSG-Präsidenten
Früh und Hernandez an der Stadion-GV

Die Stadion St.Gallen AG hat im Vergleich zur Event AG und der FC St.Gallen AG an Bedeutung verloren. Sie ist in stürmischen Zeiten aber zur Trutzburg des Fussball-Unternehmens geworden. Verwaltungsratspräsident Max R. Hungerbühler sparte an der Generalversammlung nicht mit Kritik an den Vorgängen im vergangenen Jahr rund um den FC St.Gallen.
Fredi Kurth
Spielstätte des FC St.Gallen und Ort positiver wie negativer Emotionen: Der Kybunpark. (Urs Bucher)

Spielstätte des FC St.Gallen und Ort positiver wie negativer Emotionen: Der Kybunpark. (Urs Bucher)

Zehn Jahre nach Eröffnung der Arena im Westen St.Gallens hätte Max R. Hungerbühler wohl gerne erfreuliche Rückschau gehalten. Doch nach bewegten Zeiten war dem Verwaltungsratspräsidenten der Stadion St.Gallen AG an der Generalversammlung auf der Haupttribüne des Kybunparks nicht zum Jubilieren zumute. Er legte den Fokus auf das zurückliegende Jahr, «ein Jahr der besonderen Art», wie er nüchtern festhielt.

Max R. Hungerbühler. (Michel Canonica)

Max R. Hungerbühler. (Michel Canonica)

Damit meinte Hungerbühler die Unruhen im Haus der Stadion AG, verursacht durch die Mieter FC St.Gallen und Event AG: «Teils schwer nachvollziehbare Entscheidungen durch den aus gesundheitlichen Gründen zurückgetretenen Ex-Präsidenten und Mehrheitsaktionär führten zu Turbulenzen im persönlichen Bereich, die uns auf mehreren Ebenen beschäftigten.»

Hungerbühler sparte auch nicht mit Kritik an Dölf Frühs Nachfolger Stefan Hernandez:

«Eine zwar willige, aber den Anforderungen des nicht so einfachen Fussballgeschäftes kaum gewachsene Person.»

In der Zusammenarbeit sei nie ganz klar gewesen sei, wer wofür verantwortlich sei.

Vergangenheit beim FC St.Gallen: Die beiden Ex-Präsidenten Dölf Früh (links) und Stefan Hernandez. (Ralph Ribi)

Vergangenheit beim FC St.Gallen: Die beiden Ex-Präsidenten Dölf Früh (links) und Stefan Hernandez. (Ralph Ribi)

«Hüppi hat Brücken gebaut»

Auch der finanzielle und sportliche Bereich habe gelitten, sagte Max R. Hungerbühler weiter. Erstmals habe in der FC-Rechnung ein Defizit hingenommen werden müssen.

Der neue FCSG-Trainer Peter Zeidler. (Keystone)

Der neue FCSG-Trainer Peter Zeidler. (Keystone)

Die Hoffnung liege nun auf der neuen Führungscrew mit Präsident Matthias Hüppi, der seit seiner Wahl Brücken gebaut und Feuer entfacht habe. Leider sei der Funke nach gutem Start noch nicht auf die Mannschaft übergesprungen, sagte Hungerbühler. Mit dem neuen Trainer Peter Zeidler und Europa-League-Qualifikationsspielen in Aussicht soll Besserung erfolgen.

Hungerbühler wiedergewählt

Max R. Hungerbühler ist als letzter Gründungsvater der Stadion AG übriggeblieben. Am Mittwochabend wurde der Verwaltungsratspräsident mit grossem Applaus für eine weitere Amtsdauer von drei Jahren wiedergewählt.

Der Textilunternehmer war schon 1998 dabei, als er sich mit Hans Hurni, Urs-Peter Koller, Willi Germann und Thomas Müller zu einem ersten Gespräch traf, um über eine Fussballarena in St.Gallen-Winkeln zu sprechen. Es war die Zeit, als zur Jahrtausendwende die Stadion AG entstand. Sie erhielt später in der Bauphase naturgemäss enorme Bedeutung. Heute beschäftigt sie sich primär in Zusammenarbeit mit der Event AG mit baulichen Massnahmen, dem Unterhalt, Sanierungen und der Sicherheit.

So sah die Stadion-Baustelle im Januar 2008, wenige Monate vor der Einweihung der damaligen AFG Arena, aus. (Ralph Ribi)

So sah die Stadion-Baustelle im Januar 2008, wenige Monate vor der Einweihung der damaligen AFG Arena, aus. (Ralph Ribi)

Christian Peter ersetzt Roman Müggler

Wiedergewählt wurde auch Vizepräsident Heinz Stamm, während Roman Müggler sein Mandat im Verwaltungsrat infolge häufiger Auslandaufenthalte abtrat. Mit Christian Peter konnte der Inhaber der Firma Projektmanagement AG St.Gallen als Nachfolger gewonnen werden. Der Architekt mit weitreichender Erfahrung leitete unter anderem die Projektentwicklung für das Stadion in Ljubljana. Im Rat der Stiftung «Pro Stadion St.Gallen» vertritt neu Verwaltungsrat Stefan Bodmer anstelle von Heinz Stamm die Stadion AG.

Kommt der Hans-Hurni-Weg?

Die 226 anwesenden Aktionäre - total sind es 4449 - gedachten des verstorbenen Stadionvaters Hans Hurni. Ihm soll nun posthume Ehrung zukommen, indem der Weg um das Gründenmoos zum Hans-Hurni-Weg werden soll. Die Stadt hatte ihren Richtlinien entsprechend eine solche Benennung zu Lebzeiten Hurnis noch abgelehnt. Allerdings besteht in der Nähe der Klosterkirche schon seit geraumer Zeit der «Pic-o-Pello-Platz» in Anlehnung an den Pantomimen Pic alias Richard Hirzel und Clown Pello.

Vor rund einem halben Jahr verstorben: Stadionvater Hans Hurni. (Benjamin Manser)

Vor rund einem halben Jahr verstorben: Stadionvater Hans Hurni. (Benjamin Manser)

Noch etwas warten muss die Realisierung des Projekts Lichtinstallation - Kunst am Bau. Mit grosser Anstrengung seien bisher 60 Prozent der Finanzierung gesichert; auf weitere Spenden sind die Initianten angewiesen. Was die Finanzen der Stadion St.Gallen AG betrifft, handelt es sich hier bei einem Aktienkapital von 7,475 Millionen Franken um eine sehr solide Konstante rund um den FC St.Gallen. Der Bilanzgewinn von 2000 Franken wurde den gesetzlichen Reserven zugewiesen.

Verständlich somit der Wunsch Hungerbühlers, dass der Kybunpark auch fussballtechnisch zu einer kaum einnehmbaren Festung werden soll.

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