Nach Kritik: Kantonspolizei St.Gallen baut Lärmmessgerät am Stoss ab – und will es an einer anderen Stelle wieder installieren

Immer wieder lassen Motorradfahrer ihre Motoren vor einem Dezibelmessgerät am Stoss aufheulen. Nach Reklamationen von Anwohnern platziert die Kantonspolizei St.Gallen das Gerät nun um.

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(dar) Bewirkt hat das Lärmmessgerät am Stoss das Gegenteil von seinem Zweck: Statt Auto- und Töfffahrer von hochtourigem und lautem Fahren abzuhalten, haben einige ihre Motoren extra aufheulen lassen. Insbesondere Motorradfahrer hätten extra vor dem Messgerät angehalten, um im Leergang einen neuen Rekord an Dezibel auf der Anzeige zu erreichen, sagte ein Anwohner gegenüber TVO.

«Mir war von Anfang an klar: Es bringt doch nichts – ausser Lärm.»
Das Messgerät am Stoss.

Das Messgerät am Stoss.

Bild: PD

Jetzt hat die Kantonspolizei St.Gallen auf Beschwerden von Anwohnern aus Altstätten reagiert und das Lärmmessgerät abgebaut. Nun will sie es an einem anderen Standort am Stoss platzieren. Bei der Kantonspolizei ist man vom Sinn des Dezibelmessers überzeugt: «Viele Töfffahrer werden merken, dass sie mit ihrem Verhalten Lärm verursachen – Lärm, der stören kann», sagt Kapo-Mediensprecher Hanspeter Krüsi im TVO-Beitrag.

Bis Ende August will die Kantonspolizei St.Gallen den Dezibelmesser am Stoss noch einsetzen. Dann soll entschieden werden, ob sich die definitive Anschaffung eines solchen Geräts lohnt.

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