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Nach der Bluttat in Dornbirn: Bruder des Verdächtigen löst erneut Grosseinsatz aus

Zwei Tage nach der Bluttat in Dornbirn kam es am Freitag erneut zu einem Grosseinsatz der Polizei in der Bezirkshauptmannschaft, wenn auch mit harmlosem Ausgang, wie die Landespolizei mitteilt. Inzwischen hat die Staatsanwaltschaft die Untersuchungshaft über den mutmasslichen Täter verfügt.
Christoph Zweili
Polizisten bei der Verhaftung des Täters am Mittwoch.

Polizisten bei der Verhaftung des Täters am Mittwoch.

Der 33-jährige Bruder des türkischen Asylbewerbers, der am Mittwoch den Sozialamtsleiter getötet hat, betrat gegen 10.15 Uhr die Bezirkshauptmannschaft, um in der Sozialabteilung im 3. Stock einen Termin wahrzunehmen. Er wurde beim Gebäudeeingang aufgrund der neuen Sicherheitsmassnahmen auf Waffen kontrolliert, anschliessend konnte er passieren. Mitarbeiter der Bezirkshauptmannschaft erkannten den Mann jedoch als Bruder des Täters wieder und verständigten sofort die Polizei. Mehrere Polizeibeamte waren rasch vor Ort und klärten die Situation. Laut Polizei verhielt sich der 33-Jährige kooperativ. Es habe keine Gefahr bestanden.

Wallner fordert Anpassung der Rechtslage

Nach dem tödlichen Drama bleibt das Unverständnis, dass trotz eines gültigen Aufenthaltsverbots ein Asylantrag gestellt werden konnte und dass sich «ein offensichtlich gewalttätiger Mensch nach der illegalen Einreise auf freiem Fuss im Lande bewegen konnte», wie es in einem Communiqué des Landes Vorarlberg heisst. «Die derzeitige rechtliche Situation lässt das zu, aber das ist nicht zu akzeptieren», wird Landeshauptmann Markus Wallner zitiert. Es dürfe keine Toleranz für straffällige Asylbewerber geben.

Auch die Vorarlberger Volkspartei forderte am Freitag in einer Mitteilung die Neugestaltung der Rahmenbedingungen für Asylverfahren. Die Partei wirbt bei den andern Fraktionen um Unterstützung für die angekündigte Landtagsinitiative: Es gelte die Lehren aus dem «furchtbaren Verbrechen» zu ziehen. Solche Personen dürften künftig bis zum Ausgang des Asylverfahrens nicht mehr auf freiem Fuss sein.

Untersuchungshaft verhängt

Über den 34-jährigen Verdächtigen, der am Mittwoch den Sozialamtsleiter der Bezirkshauptmannschaft Dornbirn erstochen haben soll, ist am Freitag die Untersuchungshaft verhängt worden. Der Mann ist laut der Staatsanwaltschaft bereits in die Justizanstalt Feldkirch eingeliefert worden.

Die Ermittlungen laufen derweil auf Hochtouren weiter. Weitere Erkenntnisse der Untersuchung gibt die Staatsanwaltschaft Feldkirch vorläufig nicht bekannt.

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