Nach Alkoholexzess an Sek-Abschlussfeier: Schulpräsidentin von Walenstadt muss 1800 Franken Busse zahlen

Zur Abschlussfeier der Sek-Klasse aus Walenstadt gab es jede Menge harten Alkohol. Den bekamen die Minderjährigen ausgerechnet von Schulratspräsidentin Pascale Dürr. Dafür hat sie nun einen Strafbefehl kassiert.

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Pascale Dürr und ihre Tochter sollen einen Grosseinkauf von hochprozentigem Alkohol unternommen haben.

Pascale Dürr und ihre Tochter sollen einen Grosseinkauf von hochprozentigem Alkohol unternommen haben.

Ralph Ribi

(red) 27 Flaschen von hochprozentigem Alkohol: Die 21 Sek-Schüler der Klasse 3S aus Walenstadt waren für ihre Abschlussfeier im Juli bestens eingedeckt. Von Tequila und Wodka bis Jägermeister und Alkopops. Den Schnapps hatten sich die 14- bis 16-Jährigen aber nicht selbst besorgt. Sondern Schulpräsidentin Pascale Dürr.

Dafür bekam die Mutter einer 15-jährigen Tochter nun die Quittung: Die Staatsanwaltschaft sprach eine bedingte Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu je 450 Franken sowie eine Busse von 1800 Franken aus, berichtet das Onlineportal «Blick» am Dienstag. Die Schulratspräsidentin habe sich mit ihrem Verhalten «mindestens eventualvorsätzlich des Verabreichens oder des zur Verfügung Stellens gesundheitsgefährdender Stoffe» schuldig gemacht, heisse es im noch nicht rechtskräftigen Strafbefehl.

Klasse durfte sich bedienen

Dürr soll, laut Strafbefehl, mit ihrer Tochter einen Grosseinkauf unternommen haben. Dabei seien Softdrinks für die Sek-Abschlussfeier und auch diverse Spirituosen für eine private Geburtstagsfeier eingekauft worden. Anschliessend wären die Einkäufe im Keller gelagert. Vor der Abschlussfeier habe die Tochter gefragt, ob sich ihre Klasse von den gelagerten Alkoholika bedienen dürfe. Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft habe dies die Beschuldigte gestattet und auch den Transport zur Hütte übernommen, wo die Feier stattfand.

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