Musical-Premiere St.Gallen: «Hello, Dolly» mit Walter Andreas Müller

Das Musical «Hello, Dolly!» bringt mit viel Witz allerlei Beziehungsgeschichten auf die Bühne. Am Theater St. Gallen erfährt es eine farbenreiche Inszenierung – mit Dagmar Hellberg und Walter Andreas Müller in den Hauptrollen.

Rolf App
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Doch noch ein Happy End: Dolly Levy (Dagmar Hellberg) und Horace Vandergelder (Walter Andreas Müller) entschwinden in den Ehehimmel. (Bild: Andreas J. Etter)

Doch noch ein Happy End: Dolly Levy (Dagmar Hellberg) und Horace Vandergelder (Walter Andreas Müller) entschwinden in den Ehehimmel. (Bild: Andreas J. Etter)

Dies ist ein Artikel der «Ostschweiz am Sonntag». Die ganze Ausgabe lesen Sie hier.

Eine Frau, lebenserfahren und verwitwet, will einen Mann, störrisch, geizig, missgelaunt und reich, für die Ehe gewinnen. Und kommt über allerlei Umwege auch ans Ziel. Drei andere Paare verkuppelt sie gleich mit. Denn diese Dolly Levi, der Jerry Herman 1964 sein Musical «Hello, Dolly!» gewidmet hat, ist Heiratsvermittlerin von Beruf – und aus Berufung. «Hello, Dolly!», in St. Gallen zum ersten und letzten Mal vor geschlagenen fünfzig Jahren zur Aufführung gebracht, hat am Samstagabend ein zweites Mal das Licht der Theaterwelt erblickt.

Es fehlt an Geld, aber nicht an Charme

Die Inszenierung von Josef E. Köpplinger belässt das Musical dort, wo Herman es angesiedelt hatte – im New York des Jahres 1890 –, und schafft auch dank der Kostüme von Rainer Sinell eine behaglich-luxuriöse Atmosphäre. Sam Madwar hat dazu eine vielseitig nutzbare Drehbühne entworfen, über der viele bunte Lichter blinken. Im Zentrum stehen Dagmar Hellberg als Dolly Levi und Walter Andreas Müller als griesgrämiger Horace Vandergelder – zu dem Jörn-Felix Alt und Hermann Bedke als Cornelius Hackl und Barnaby Tucker das lebhafte Kontrastpaar bilden. Sie finden ihr Glück im Hutladen von Irene Molloy (Julia Klotz), wo ihnen schon beinahe das Geld ausgeht. Doch mit Charme machen sie ihren Mangel wett.