MSG-Gründer bestreitet sämtliche Betrugsvorwürfe

Der Gründer der Finanzgruppe Money Service Group (MSG) hat vor dem Liechtensteiner Landesgericht alle Vorwürfe von sich gewiesen. Wegen schweren gewerbsmässigen Betrugs wird dem Deutschen der Prozess gemacht.

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VADUZ. Der 41jährige MSG-Chef, dem bei einer Verurteilung bis zu zehn Jahren Haft drohen, bestritt gestern sämtliche Betrugsvorwürfe und bezeichnete Aussagen von Geschädigten als frei erfunden. Ungereimtheiten tauchten am ersten Prozesstag im Zusammenhang mit einer Vermögensaufstellung aus dem Jahre 2006 auf. Damals verfügte der MSG-Gründer über 80 Millionen Franken, davon acht Millionen Franken in flüssigen Mitteln. Was mit dem Geld geschah, konnte der Angeklagte nicht plausibel erklären. Die Mittel seien wohl durch seinen Lebensstil aufgebraucht worden, sagte er.

Die Anklage wirft dem Financier vor, Anleger um 36 Millionen Franken geprellt zu haben. Er versprach seinen Kunden, ihr Geld gewinnbringend in Fonds, Anlagen mit fester Laufzeit und in Solarparks zu investieren. Laut Staatsanwaltschaft hatte er aber nie die Absicht, solche Investitionen zu tätigen. Der Prozess in Liechtenstein dauert voraussichtlich bis 19. Oktober. (sda)