Kolumne

Mordkomplott, Grabtuch Christi und eine verschwundene Frau: Doris Röckle-Vetsch veröffentlicht neuen historischen Roman

«Die Spur der Gräfin», der dritte Roman von Doris Röckle-Vetsch, erscheint am Montag. Die Faszination für Burgen kommt aus ihrer Kindheit in Buchs mit dem Schloss Werdenberg. Heute lebt die Autorin in Vaduz. Und zieht aus ihrem Brotjob als medizinische Praxisassistentin Inspiration.

Katharina Brenner
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Doris Röckle-Vetsch, Autorin und medizinische Praxisassistentin

Doris Röckle-Vetsch, Autorin und medizinische Praxisassistentin

Bild: Erich Marxer

Auf der Suche nach seiner verschwundenen Frau stellt Graf Albrecht, Herrscher der Grafschaft Werdenberg-Heiligenberg, fest: Der Bischof will ihn loswerden und die Rosenkranzbruderschaft das Grabtuch Christi fälschen. Kein Wunder füllt «Die Spur der Gräfin» stolze 528 Seiten. Nach «Die Flucht der Magd» und «Das Mündel der Hexe» erscheint am Montag der dritte historische Roman von Doris Röckle-Vetsch. Ihr Verlag Droemer Knaur vertreibt Mittelalter-Hits wie die «Die Wanderhure». Die Schauplätze von Röckle-Vetschs Romanen sind die Burgen zwischen Sennwald und Sargans. Sie recherchiere vom Gemäuer aus, ein halbes Jahr pro Buch.

Über Kurzgeschichten-Wettbewerbe im «Liechtensteiner Volksblatt» kam sie vor bald 15 Jahren zum Schreiben. Als an einem verregneten Sonntag nichts mehr zu lesen im Haus war, habe ihr Mann gesagt, dann schreib halt selber einen Roman. Fasziniert von Burgen war die Autorin mit Jahrgang 1963 schon als Kind. Sie ist in Buchs aufgewachsen und hat viele Stunden im damals noch «viel wilderen» Burghof von Schloss Werdenberg verbracht.

Heute lebt Röckle-Vetsch in einem Ort mit Schloss und Fürst: in Vaduz. Im Brotjob ist die Mutter dreier erwachsener Kinder medizinische Praxisassistentin. Was wie ein Widerspruch klingen mag – moderne Medizin und Mittelalter – dient der Autorin als Inspiration. Sie lerne jeden Tag so viele verschiedene Menschen, ihre Leiden und Bedürfnisse kennen, dass sie sich wohl mittlerweile auch mit der Rolle eines Mannes bestens identifizieren könne. Selbst mit einem aus dem Jahr 1341.

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