Mörschwil
Kaum gegründet, kam Corona: Nun gibt der Mörschwiler Basketballverein Griffins Vollgas

Wegen Corona konnte der Basketballverein Griffins in Mörschwil lange nicht trainieren. Präsident Pascal Reis bleibt dran – und freut sich über den regen Zulauf.

Melissa Müller
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Die Junioren der Griffins trainieren in der Sporthalle Seeblick in Mörschwil.

Die Junioren der Griffins trainieren in der Sporthalle Seeblick in Mörschwil.

Bild: PD

Im Kanton St.Gallen gibt es nur fünf Basketballvereine. Die Randsportart erfreue sich dank Sportikonen wie Michael Jordan von den Chicago Bulls, Kobe Bryant oder Schweizer Profis wie Clint Capela auch in der Schweiz weiterhin zunehmender Beliebtheit, sagt Pascal Reis. «Mich fasziniert, dass es ein schneller, spektakulärer Sport ist», sagt der Entwicklungsingenieur.

«Wer in Ballbesitz ist, hat nur 24 Sekunden Zeit, um den Ball in den Korb zu versenken.»
Pascal Reis, Präsident der Griffins.

Pascal Reis, Präsident der Griffins.

Bild: PD

Der 40-Jährige hat 2019 den Mörschwiler Basketballverein Griffins gegründet, der seit dieser Saison am regionalen Ligabetrieb teilnimmt. Aber fünf Monate darauf kam Corona, und die Griffins konnten lange nicht trainieren.

Seit April bietet der Verein, der dem Dachverband Swiss Basketball beigetreten ist, ein Jugendtraining unter der Leitung von Alexander Atterbigler an, einem ehemaligen Bundesligaprofi und aktiven Ü40-Nationalspieler des österreichischen Nationalteams. Der Zulauf sei gut: Insgesamt 17 Jugendliche und 14 Herren sind bislang bei den Griffins und trainieren jeweils am Donnerstagabend in der Sporthalle Seeblick; der Älteste ist 49 Jahre alt. Trainiert wird gemeinsam, wobei teilweise in Gruppen gespielt wird, um den persönlichen Erfahrungen gerecht zu werden.

Auch Mädchen und Damen willkommen

Vereinspräsident Pascal Reis rechnet damit, dass in den nächsten Wochen weitere Spieler dazukommen, da Basketball ein typischer Hallensport für die kältere Jahreszeit sei. Er geht davon aus, dass die Griffins bis Ende Jahr 40 Mitglieder zählen.

Welche Bedingungen sollten Erwachsene mitbringen, die sich dem Verein anschliessen wollen? Reis sagt:

«Es ist von Vorteil, wenn man kein blutiger Anfänger ist und schon einmal einen Basketball in der Hand gehabt hat.»

Bei den Jugendspielern spiele die Erfahrung keine Rolle. «Wir haben viele Anfänger, welche in nur wenigen Trainings grosse Fortschritte erzielten.» Der Klub sei auch offen für Mädchen und Damen, es gebe eine gemischte Liga.

Grenzregion stärken

Für 2022 gleisen die Griffins eine Sommerliga auf, mit Vereinen aus der Bodenseeregion und dem Vorarlberg. «So können wir Spielpraxis gewinnen und unsere Basketballregion über die Grenze hinweg stärken», sagt Reis, der bereits gute Kontakte zu Vereinen in Dornbirn, Bludenz und Feldkirch geknüpft hat.

Pascal Reis, ursprünglich Goldacher, wohnt in Hefenhofen im Thurgau. 2018 trat er einem Basketballverein im Oberthurgau bei und engagierte sich im Vorstand. Da es aber verschiedene Vorstellungen gab, trat er aus und gründete die Griffins in Mörschwil. Warum hier? «Mörschwil ist die geografische Mitte für unsere Spieler aus der Grossregion St.Gallen, dem Rheintal und dem Thurgau und bietet mit den beiden vorhandenen Turnhallen eine hervorragende Infrastruktur für den Basketballsport», sagt Reis.

Am 26. September findet das erste Vorbereitungsturnier der Griffins in der Sporthalle Seeblick in Mörschwil für Zuschauer statt. Teams aus der Schweiz, Österreich, Deutschland und Lichtenstein haben sich angemeldet. Sie messen sich den ganzen Tag unter Wettkampfbedingungen. Der Eintritt ist frei und die Verpflegung mit einer Festwirtschaft sichergestellt. Für Spieler wie Zuschauer gilt die Zertifikatspflicht.

www.moerschwil-griffins.ch

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