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Möglicher Missbrauch im Säntispark – St.Galler Staatsanwaltschaft verhandelt mit Anwalt des Verdächtigen

Am späten Montagnachmittag soll es in der Bäderwelt des Freizeitzentrums Säntispark in Abtwil zu einem sexuellen Übergriff auf einen 15-Jährigen gekommen sein. Der mögliche Täter ist der St.Galler Staatsanwaltschaft bekannt. Da er sich aber ins Ausland abgesetzt hat, können die Behörden zurzeit nur wenig machen.
Tim Naef
Im Säntispark soll ein 15-Jähriger sexuell missbraucht worden sein. (Bild: Reto Martin)

Im Säntispark soll ein 15-Jähriger sexuell missbraucht worden sein. (Bild: Reto Martin)

Am Montag soll ein 15-jähriger Bub in der Bäderwelt des Säntisparks in Abtwil missbraucht worden sein. Mit dieser Meldung hatte sich ein Leser aus dem Appenzellerland an die «Tagblatt»-Redaktion gewandt. Auf Nachfrage bestätigte die Kantonspolizei, dass es zu einem Vorfall mit «sexueller Handlung» gekommen und ein 15-Jähriger aus der Region involviert gewesen sei.

Angestellte hätten versucht, den mutmasslichen Täter festzuhalten, doch dieser konnte flüchten, bevor die Polizei eintraf. Laut Krüsi ist der Polizei der Tatverdächtige namentlich bekannt.

Verdächtiger hat sich ins Ausland abgesetzt

Wie nun die St.Galler Staatsanwaltschaft auf Anfrage bestätigt, hat sich der Verdächtige ins Ausland abgesetzt. «Wir wissen aber, um wen es sich handelt und wo er seinen Wohnsitz hat», sagt Roman Dobler, Mediensprecher der Staatsanwaltschaft St.Gallen. Da sich der Tatverdächtige aber in sein Heimatland abgesetzt habe, sei ein Auslieferungsgesuch sinnlos, da die Nachbarländer der Schweiz ihre eigenen Staatsbürger nicht ausliefern würden. «Wir stehen aber mit seinem Verteidiger in Kontakt.»

Freies Geleit

Um wen und um welches Land es sich handelt, wollte Dobler nicht sagen. «Das Ziel ist, dass der Verdächtige sich freiwillig einer Befragung beziehungsweise der Strafuntersuchung im Kanton St.Gallen stellt», so Dobler. Dafür habe man ihm freies Geleit angeboten. Dies bedeutet, dass die Staatsanwaltschaft zusichert, ihn nicht festzunehmen. Sollte er dies nicht tun, müsste die Staatsanwaltschaft sein Heimatland zur Übernahme der Strafverfolgung ersuchen. Dann würden die örtlichen Strafverfolgungsbehörden die Strafuntersuchung führen.

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