MODERNISIERUNG: Die Antwort auf die digitale Ferienplanung

Neuer Name, neues Konzept, mehr Erlebnis: Die Ferienmesse will sich neu positionieren. Grund sind die Veränderungen im Reiseverhalten – und das Internet.

Christina Klein
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Gastland an der Ferienmesse: die Seychellen. (Bild: PD/Chris Close)

Gastland an der Ferienmesse: die Seychellen. (Bild: PD/Chris Close)

Passend zum 75. Geburtstag der Olma im Oktober erhält die Ferienmesse St. Gallen ein neues Konzept: Sie heisst nun «Grenzenlos – Treffpunkt für Freizeit und Fernweh». Das sei keineswegs «alter Wein in neuen Schläuchen», so Nicolo Paganini, Direktor der Olma Messen St. Gallen. Vielmehr könne man, stärker als bisher, mit einem «lebendigen Event rechnen, das zum Mitmachen einlädt».

Vom 20. bis 22. Januar ­präsentieren sich auf dem Olma-Gelände 166 Aussteller aus 20 Ländern in sechs sogenannten Erlebnisbereichen. In diesen Bereichen, die Namen tragen wie «Sonne und mehr», «Genuss und Lebensluft» oder «Alpenluft und Sein» können die Besucher verschiedene Aktivitäten ausprobieren. Zum jeweiligen Thema wird zudem passende Verpflegung angeboten.

Virtual Reality und Outdoor-Schuhe

Zu den neuen Angeboten zählen unter anderem Stand-Up-Paddling im «Watervillage», ein virtueller 360-Grad-Rundgang mit einer Virtual-Reality-Brille und ein «Test-Trail», auf dem man verschiedene Outdoor-Schuhe ausprobieren kann. Ausserdem gibt es drei Sonderschauen zu den Themen «Erholung», «Wasserwelten» und «Afrika».

Gastland der diesjährigen Messe sind die Seychellen, eine Inselgruppe im Indischen Ozean. Die Schweizer gehören seit Jahren zu den Top-10-Besuchern der Inseln. Neben dem Gastland wurde dieses Jahr das «Hogerland» im Emmental zur Gastregion ernannt.

Warum aber diese Neuausrichtung nach 27 Durchführungen der Ferienmesse? Das alte Konzept habe zwar gut funktioniert, doch müsse man mit den Veränderungen im Reiseverhalten der Besucherinnen und Besucher mithalten, erklärt Paganini. Weiter sei das alte Konzept der Ferienmesse zu wenig an die digitale Welt angepasst gewesen. Da man heute vieles im Internet erledigen könne, würden im Vordergrund der Messe nun Dinge stehen, die man ausschliesslich hautnah erleben könne.

Parallel zur Ferienmesse findet wie gewohnt die Ostschweizer Camping- und Freizeitausstellung (OCA) statt. Passend zum Thema Reisen und Abenteuer werden hier die neusten Trends und die modernste Technik im Bereich des Campierens gezeigt – darunter zum Beispiel ein Wohnmobil, das auch schwimmen kann.

Christina Klein

christina.klein@tagblatt.ch