Mobilität
Eine Stunde Arbeitsweg pro Tag: Acht von Zehn Schweizer pendeln – aus der Ostschweiz pendeln die Thurgauer am meisten weg

Wohnort und Arbeitsort liegen für 80 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer nicht in derselben Gemeinde. Am meisten pendeln die Schweizer im Auto zur Arbeit.

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Der Arbeitsweg von Schweizer und Schweizerinnen dauert im Durchschnitt 30 Minuten pro Weg.

Der Arbeitsweg von Schweizer und Schweizerinnen dauert im Durchschnitt 30 Minuten pro Weg.

Bild: Keystone

(mg) Vor Homeoffice und Homeschooling waren die Schweizer ein Volk von Pendlern. Wie die am Dienstag veröffentlichten Daten zur Pendlermobilität des Bundesamt für Statistik (BFS) zeigt, waren 2019 acht von zehn Erwerbstätigen in der Schweiz Pendlerinnen beziehungsweise Pendler. Durchschnittlich pendelten Schweizer Pendler 14,5 Kilometer und brauchten für einen Arbeitsweg 29,6 Minuten – für Hin- und Rückweg braucht es entsprechend durchschnittlich täglich beinahe eine Stunde.

Am häufigsten steigen Pendlerinnen und Pendler ins Auto. Mit 51 Prozent ist es immer noch das wichtigste Verkehrsmittel. Gefolgt von Zug (17 Prozent) und öffentliche Verkehrsmittel im Strassenverkehr (14 Prozent). Beinahe jeder zehnte Pendler (9 Prozent) kann seinen Arbeitsweg zu Fuss absolvieren. Insgesamt pendeln in der Schweiz 3,6 Millionen Menschen. 71 Prozent davon ausserhalb ihrer Wohngemeinde – 1990 waren es noch 59 Prozent, die für ihre Arbeit die Gemeindegrenze überqueren mussten.

Der Kantonsvergleich zeigt, dass in der Ostschweiz die Bewohnerinnen und Bewohner des Kantons Thurgau am meisten wegpendeln. Gemessen an der Grösse zieht der Kanton St.Gallen am meisten Pendler an.