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Mitarbeiter der HSG in der Ukraine erschossen

ST. GALLEN. Unter den Todesopfern auf dem Maidan-Platz in Kiew ist auch ein freier Mitarbeiter der Universität St. Gallen. Er war in der Ukraine an einem Forschungsprojekt beteiligt. Das berichtete die «Rundschau» von SRF gestern abend.
Bohdan Soltschanyk Historiker und Soziologe 1985–2014 (Bild: pd)

Bohdan Soltschanyk Historiker und Soziologe 1985–2014 (Bild: pd)

ST. GALLEN. Unter den Todesopfern auf dem Maidan-Platz in Kiew ist auch ein freier Mitarbeiter der Universität St. Gallen. Er war in der Ukraine an einem Forschungsprojekt beteiligt. Das berichtete die «Rundschau» von SRF gestern abend.

«Aktive Figur in der Revolution»

Ulrich Schmid, HSG-Professor für Kultur und Gesellschaft Russlands, bestätigt den Tod des Mitarbeiters. Der 28jährige Ukrainer Bohdan Soltschanyk habe seit Herbst im Rahmen eines halbjährigen Werkauftrags für ein Forschungsprojekt der Universität St. Gallen gearbeitet. Ziel des Projekts sei die Erforschung des Regionalismus in der Ukraine. Die Erkenntnisse darüber hätten auf einer dynamischen Webseite dargestellt werden sollen. Schmid schildert Soltschanyk als sehr engagiert – «er glaubte an den Aufbruch der Zivilgesellschaft». Er sei einer der ersten gewesen, der in seinem Heimatort Lemberg Studierende zur Teilnahme an den Kiewer Demonstrationen aufgefordert habe. Soltschanyk sei «eine aktive Figur in der Revolution» gewesen, heisst es in einem ukrainischen Nachruf im Internet. Und weiter: «Er hat wirklich versucht, das Land zu ändern.»

Studium in Lemberg

Soltschanyk war Soziologe und Historiker. Er hatte von 2002 bis 2006 an der Nationalen Iwan-Franko-Universität in Lemberg studiert und mit einer Arbeit über die Wahlpraktiken in einer kleinen westukrainischen Stadt promoviert. Danach war er als Professor für moderne und zeitgenössische Geschichte am Institut für neuere und neuste Geschichte der Ukraine an der Ukrainischen Katholischen Universität tätig gewesen.

Soltschanyk wurde am 20. Februar auf dem Maidan-Platz erschossen. Schmid erfuhr am Tag darauf vom Tod seines Mitarbeiters. Die Nachricht sei schockierend gewesen, sagte er gegenüber SRF. (rw)

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