Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Mit wenigen Klicks ins Theater: «Wir möchten den Zugang zur Kulturvermittlung erleichtern»

Ein Kinobesuch mit pädagogischer Begleitung, eine interaktive Führung durchs Museum: Kklick ist die Ostschweizer Plattform für Kulturvermittlung. Daran arbeitet Richi Küttel seit fünf Jahren.
Interview: Roger Berhalter

Über Kklick kann jeder Lehrer zum Beispiel einen Toggenburger Jodler für einen Workshop zu sich ins Schulzimmer holen. Kommen dank der Plattform mehr Ostschweizer Kinder in Kontakt mit Kultur?

Richi Küttel: Ja, das ist stark anzunehmen. Mit Zahlen kann ich es aber nicht belegen. Was ich hingegen sagen kann: Die Zahl der Buchungen nimmt seit Jahren zu. Aktuell sind wir bei rund 400 Buchungen pro Jahr.

Auf der Plattform findet man Angebote aus allen Sparten, von Museumsführungen über Theaterworkshops bis zu Filmvorstellungen. Was ist am beliebtesten?

Die Autorenlesungen an Schulen. Auf dieser Basis ist Kklick auch entstanden. Die Idee war und ist: Wer auf unserer Plattform ein konkretes kulturelles Angebot bucht, sieht dabei auch andere Angebote – und kommt vielleicht später darauf zurück.

Eine Lehrerin kann mit der Klasse auch auf eigene Faust einen Theaterbesuch organisieren. Wofür braucht es da eine Online-Plattform?

In der Ostschweiz gibt es ein grosses kulturelles Angebot, und es bedeutet für jede Schule viel Aufwand, den Überblick zu behalten. Wir möchten den Zugang zur Kulturvermittlung erleichtern. Kklick ist inzwischen auch ein Gütesiegel, wie wir aus Rückmeldungen von Kulturschaffenden erfahren haben. Die Lehrpersonen wissen: Die Angebote auf unserer Plattform haben eine gute Qualität und werden deshalb auch häufiger gebucht.

Richi Küttel von der Kklick-Geschäftsstelle SG/AR. (Bild: Benjamin Manser)

Richi Küttel von der Kklick-Geschäftsstelle SG/AR. (Bild: Benjamin Manser)

Ihr Ziel ist es, dass jede Schule einen Verantwortlichen für Kulturvermittlung bestimmt. Wie nah sind Sie diesem Ziel schon?

Wenn sich ein Kulturverantwortlicher der Sache annimmt, wird die Schulleitung entlastet, das ist die Idee. In etwa 40 Prozent aller Schulen in unserem Einzugsgebiet ist das schon der Fall. Wir gehen da möglichst persönlich und auf Ebene Schulhaus vor. Denn jede Schule tickt anders.

Gibt es auch Private, die über Kklick einen Workshop buchen?

Ja, das gibt es, aber ihr Anteil ist marginal. Die Kommunikation mit Schulen ist direkter, auf diesem Kanal erreichen wir auch ein grösseres Publikum. Wir wollen aber die Freizeitangebote für Kinder und Familien noch ausbauen. Wir verwalten ja nicht nur Angebote, sondern sind im Idealfall schon bei der Entwicklung dabei.

Können Sie ein Beispiel nennen?

Der so genannte Theaterlenz. Dabei handelt es sich um ein professionelles Theater für alle Altersstufen. In Zusammenarbeit mit der Fachstelle Theater der pädagogischen Hochschule konnten wir in verschiedenen Regionen Theaterbesuche mit pädagogischer Begleitung kommunizieren, zum Beispiel im Diogenes-Theater in Altstätten oder im Fabriggli in Buchs.

Sie organisieren auch Kulturtage an der pädagogischen Hochschule. Weshalb?

Die Kulturvermittlung soll schon in der Ausbildung der Lehrer verankert sein. Da sind wir schon von Anfang an dabei. In der Einführungswoche der neuen PHSG-Studenten bieten wir Atelierbesuche an. So sollen die angehenden Lehrerinnen und Lehrer merken: Kulturelle Bildung ist wichtig, und die Angebote dazu finde ich bei Kklick.

Neu macht Glarus als vierter Ostschweizer Kanton mit. Wie stark soll Kklick noch wachsen?

Wir haben auch mit Vorarlberg und mit Kantonen wie Zug, Graubünden und Appenzell Innerrhoden Gespräche geführt. Es ist aber gar nicht angestrebt, noch mehr Kantone aufzunehmen. Je grösser die Organisation, desto mehr Abstimmungsprobleme gibt es. Dass Glarus nun mitmacht, ist ein schönes Signal. Die Region See-Gaster ist bei uns nun stärker vertreten.

Kklick

Eine Filmvorführung im Kinok St. Gallen mit pädagogischer Begleitung, eine interaktive Führung durch das Historische Museum Thurgau, ein Besuch des Theaters Diogenes in Altstätten: Solche und weitere Angebote der Kulturvermittlung vereint die Online-Plattform Kklick; insgesamt sind 300 Angebote buchbar. Lehrpersonen und andere Interessierte können sich auf der Plattform über aktuelle Vermittlungsangebote informieren und diese direkt buchen. Kklick ist ein Kooperationsprojekt der Ämter für Kultur der Kantone Appenzell Ausserrhoden, Glarus, St. Gallen und Thurgau. Die erste interkantonale Plattform für Kulturvermittlung der Schweiz ist seit 2014 online. (rbe)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.