Mit Sommerpneus im Schnee

Im Kanton St. Gallen sind zwischen Montagmorgen und gestern mittag zahlreiche Verkehrsteilnehmer aufgrund der winterlichen Verhältnisse verunfallt. Der Touring Club Schweiz gibt Ratschläge zur Prävention.

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Der verunfallte Sattelschlepper. (Bild: Kapo SG)

Der verunfallte Sattelschlepper. (Bild: Kapo SG)

Zwischen Montagmorgen und gestern mittag ist es im Kanton St. Gallen zu rund 22 Verkehrsunfällen auf schneebedeckten Strassen gekommen. In den meisten Fällen blieb es bei Sachschäden. Wie die Kantonspolizei mitteilte, war die häufigste Unfallursache eine nicht angepasste Geschwindigkeit.

Gerutscht und verunfallt

In Schwarzenbach kam ein 39-Jähriger ins Rutschen, als er in eine Einfahrt abbiegen wollte. Das Fahrzeug geriet über die Gegenfahrbahn ins Wiesland. Dort überschlug sich das Auto und kam schliesslich auf dem Dach zum Stillstand.

In Stein kam ein Auto bei einer Kurve ins Schleudern. Dabei kollidierte es seitlich mit einem Fahrzeug auf der Gegenspur. Dieses wurde abgedrängt und prallte in ein weiteres Auto. Hierbei wurde eine Beifahrerin leicht verletzt. Der Sachschaden beträgt rund 30 000 Franken.

In Sennwald verunfallte ein Sattelschlepper auf der Autobahn A13. Auch er geriet ins Schleudern und querte dabei alle Fahrspuren, durchschlug den Wildschutzzaun und kippte über eine Böschung. Es entstand ein Sachschaden von 13 000 Franken. Wie sich herausstellte, waren an der Vorderachse des Sattelschleppers Sommerreifen montiert.

Lieber zu langsam, als zu schnell

Gerade davor warnt der Touring Club Schweiz (TCS). Die Autofahrer sollten inzwischen die Winterreifen montiert und Batterien, die älter als vier Jahre alt sind, geprüft haben. Ausserdem sei das Auto vor der Abfahrt von Schnee und Eis zu befreien und mit angepasster Geschwindigkeit zu fahren. TCS-Mediensprecher Stephan Müller sagt: «Die Geschwindigkeit ist immer eine Frage von Erfahrung und Gefühl.» Er rät, im Winter vorsichtig anzufahren und auf den ersten paar Metern eine Bremsprobe durchzuführen. Gerade morgens, wenn das Räumungsfahrzeug vorbeigekommen ist, seien die Verhältnisse besonders prekär. «Man sollte genug Abstand wahren und sich genügend Zeit für die Fahrt lassen», sagt Müller. Schleudert das Auto, dann gilt es, das Steuerrad ruhig zu halten und eine Vollbremsung durchzuführen. Auch für den Fall der Fälle hat Müller einen Tip: «Besser, man steigt warm angezogen ins Auto. Falls es eine Panne gibt, muss man wenigstens nicht frieren.» (jar)

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