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Über Stock und Stein mit dem Kinderwagen: Ostschweizer testet Familien-Wanderungen – diese 5 Ausflüge lohnen sich besonders

Der Appenzeller Fotograf Sandro Reichmuth hat ein Buch über Kinderwagen-Wanderwege zwischen Säntis und Bodensee veröffentlicht.
Rossella Blattmann
Sandro Reichmuth und Sohn Nelio diesen Sommer auf dem Kronberg. (Karten und Bilder: PD)

Sandro Reichmuth und Sohn Nelio diesen Sommer auf dem Kronberg. (Karten und Bilder: PD)

Bekannt ist er für vor allem für seine Kalender und Postkarten über die Stadt St.Gallen. Nun hat der in Speicher wohnhafte und in Gossau aufgewachsene Fotograf und Gestalter Sandro Reichmuth (39) ein Buch über das Wandern mit Kinderwagen geschrieben. Das Buch «Kinderwagenwege – zwischen Säntis und Bodensee» ist am vergangenen Wochenende erschienen.

«Kinderwagenwege – zwischen Säntis und Bodensee» zeigt 28 mit dem Kinderwagen begehbare Wanderwege in der ganzen Ostschweiz. Die Routen sind in die Kategorien Wasser, Wald, Berg und Wiese unterteilt. Diese fünf Wanderungen lohnen sich laut Reichmuth besonders:

1. Uttwil-Güttingen

Diese Bodenseewanderung startet in Uttwil und führt über Kesswil nach Güttingen. «Für mich der schönste Weg am Bodensee», sagt Reichmuth. Die Wanderung dauert 1 Stunde und 35 Minuten, die Stecke ist 5,5 Kilometer lang. Der Weg verläuft fast ausschliesslich dem Bodenseeufer entlang.

2. Bettenauer Weiher

Die Rundwanderung von Oberuzwil zum nahe gelegenem Bettenauer Weiher und wieder zurück führt über den Oberuzwiler Märliweg. Dessen vier Märlistationen wechseln zweimal pro Jahr. Bei der Umrundung des Bettenauer Weihers lassen sich zahlreiche Wasservögel beobachten. Diese Wanderung dauert 1 Stunde und 25 Minuten, die Strecke ist 4,5 Kilometer lang.

3. Eggenhöhenweg

Der Weg von der Vögelinsegg bis nach Teufen startet in Reichmuths Wohnort Speicher und führt immer wieder durch den Wald. Er sagt:

«Durch den Wald wandern finde ich besonders erholsam.»

Diese Wanderung dauert 2 Stunden und 25 Minuten, die Strecke ist 7,6 Kilometer lang. Ein Kinderwagen mit Federung und Bremse ist laut Autor auf dieser Route empfehlenswert.

4. Schwägalp

Diese Route im Alpstein führt von der Schwägalp über Siebenhütten–Tosegg–Tanne wieder zur Schwägalp zurück. Sandro Reichmuth sagt:

«Diese Strecke ist der Beweis, dass Wandern in den Bergen auch mit Kinderwagen geht.»

Auch hier rate er zu einem Kinderwagen mit Federung und Bremse. Diese Bergwanderung ist 6,5 Kilometer lang und dauert 2 Stunden und 5 Minuten.

5. Guggeien-Höchst

Die Stadt St. Gallen ist Ausgangspunkt dieser Wanderung, die 6,2 Kilometer lang ist und 1 Stunde 50 Minuten dauert. Los geht es beim Naturmuseum. Beim Botanischen Garten startet auch der Planetenweg mit massgetreuer Nachbildung von Sonne, Mond und Planeten. Über die Waldschenke Guggeien-Höchst mit Waldspielplatz geht es an der Klinik Stephanshorn vorbei, erneut zum Botanischen Garten, und zum Naturmuseum zurück.

Sandro Reichmuth und Sohn Nelio im Kinderwagen auf dem Weg zum Schloss Hagenwil.

Sandro Reichmuth und Sohn Nelio im Kinderwagen auf dem Weg zum Schloss Hagenwil.

Drei Jahre, 300 Stunden

«Nelio ist gerade am Spielen», sagt Sandro Reichmuth am Montag. Nelio – das ist der dreieinhalbjährige Sohn von Reichmuth und seiner Frau Vera Zürcher. Bereits als sechsmonatiges Baby war er auf den Wanderungen seines Vaters dabei – im Kinderwagen versteht sich.

Die Idee zum Buch sei entstanden, als Nelio unterwegs war. Ein Kollege habe ihm damals seinen Kinderwagen gegeben, sagt Reichmuth.

«Er meinte: ‹Sandro, du bist doch Fotograf und Gestalter, und wirst bald Vater – warum machst du nicht ein Buch über das Wandern mit Kinderwagen?›»

Bis vor kurzem habe er nebst seiner künstlerischen Tätigkeit noch 50 Prozent als typografischer Gestalter bei Ostschweiz Druck in Wittenbach gearbeitet, sagt Reichmuth. Der Fotograf und seine Frau, die auch berufstätig ist, teilen sich die Erziehung. Darum habe sich die «Geburt» des Buches in die Länge gezogen. Reichmuth sagt:

«Ich habe über drei Jahre lang rund 300 Stunden am Buch gearbeitet.»

Wanderzeit exklusive.

Zur Belohnung gab es Pommes

Die Strecken habe er jeweils im Voraus festgelegt, bevor er sich mit Kind und Kinderwagen auf den Weg gemacht habe. Gewisse Wege habe er auch wieder streichen müssen, da sie sich als kinderwagenuntauglich herausgestellt hätten.

Wandern sei schon immer ein Hobby von ihm gewesen, sagt Reichmuth. Das «Wanderfüdli»-Gen hat der Vater an den Sohn weitergegeben. «Nelio war ein super Begleiter.» Als er grösser wurde, habe er auch Spielplätze getestet. Genauso wichtig war für den Sohn aber eine vermeintliche Nebensache.

«Im Restaurant gab’s für Nelio manchmal Pommes zur Belohnung.»

Das habe den Kleinen besonders gefreut.

Hinweis

«Kinderwagenwege – zwischen Säntis und Bodensee» ist im Buchhandel und unter www.faszinierend.ch erhältlich.

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