Mit Formularen gebettelt

Die Polizei hat in Sargans drei Rumänen festgenommen. Sie hatten sich als Vertreter einer Hilfsorganisation ausgegeben, die es gar nicht gibt.

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SARGANS. Die Kantonspolizei St. Gallen hat am Mittwoch beim Bahnhof in Sargans drei Personen festgenommen, die sich als Mitglieder einer erfundenen Hilfsorganisation ausgegeben hatten. Mit einem Bettelformular sprach einer der drei Rumänen die Passanten an, in der Hoffnung, von ihnen Geld zu erhalten.

Aus Schweiz ausgewiesen

Der 20-Jährige und seine Landsmänner im Alter von 20 und 18 Jahren wurden der Staatsanwaltschaft übergeben und in einem Schnellverfahren zu einer bedingten Geldstrafe und zu einer Busse von mehreren hundert Franken verurteilt. Danach mussten sie die Schweiz verlassen. Wie Hanspeter Krüsi, Sprecher der Kantonspolizei, sagt, wurde die Polizei durch Hinweise aus der Bevölkerung auf die Männer aufmerksam: «In letzter Zeit haben wir immer wieder Meldungen erhalten, wonach Personen sich als Mitglieder einer Hilfsorganisation ausgegeben hatten» sagt Krüsi. So wurden auch aus Buchs und St. Gallen Vorfälle gemeldet. In Sargans seien nach den Meldungen zivile Patrouillen an den Bahnhof ausgerückt und hätten die Szenen beobachtet.

Einzahlungsschein geben lassen

Die Täter kämen grösstenteils aus dem Osten und seien vielfach mit fehlerhaften Dokumenten unterwegs oder würden Fotos von entstellten Kindern zeigen, so Krüsi. «Oft sind es organisierte Gruppen.» Er spricht auch Fälle an, in denen die Personen an den Haustüren klingelten. Er rät Passanten, bei Unsicherheiten nach einem Einzahlungsschein zu fragen. «Offizielle Hilfsorganisationen haben meist solche.» (pag)