Mit dem Wochenende kommt der Starkregen: In der Region St.Gallen, im Appenzellerland und im Rheintal sind Überschwemmungen möglich

Der Ostschweiz stehen nasse Tage bevor. Von Freitag bis Sonntag werden in einigen Regionen über 100 Liter Niederschlag pro Quadratmeter erwartet. Und auch für die kommende Woche zeichnet der Meteorologe ein kühles, nasses Bild – macht Sonnenanbetern aber immerhin für den September noch Hoffnung.

Philipp Wolf
Drucken
Teilen
Östlich von St.Gallen werden stellenweise über 100 Liter pro Quadratmeter erwartet.

Östlich von St.Gallen werden stellenweise über 100 Liter pro Quadratmeter erwartet.

Screenshot: Meteonews

Langsam aber sicher neigt sich die Badesaison in der Ostschweiz dem Ende zu. Nun kommt die nasse Abkühlung vor allem von oben – und das dieses Wochenende in besonders rauen Mengen. Wie Meteonews in einem Communiqué schreibt, muss in der Ostschweiz von Freitag bis Sonntag mit teilweise über 100 Litern Regen pro Quadratmeter gerechnet werden. Stefan Scherrer, Meteorologe bei Meteonews, präzisiert auf Nachfrage:

Meteorologe Stefan Scherrer.

Meteorologe Stefan Scherrer.

Bild: PD
«In der Region St.Gallen, im Appenzellerland und im Rheintal sind teilweise weit über 100 Liter pro Quadratmeter möglich. Der Schwerpunkt in der Ostschweiz wird zwischen dem Rheintal und dem unteren Bodensee liegen.»

Im Rheintal, im Appenzellerland und im St.Gallischen könnten Überschwemmungen oder Murgänge nicht ausgeschlossen werden, so Scherrer. Weiter westlich würden die Niederschläge weniger stark ausfallen.

Für St.Gallen entsprächen 100 Liter Niederschlag pro Quadratmeter fast zwei Drittel der Regenmenge für den August. Im Mittel registriere die Messstation St.Gallen für den ganzen Monat 164 Liter Regen pro Quadratmeter, so Scherrer. Im Rheintal könne es zudem gar sein, dass von Freitag bis Sonntag so viel Regen fällt wie normalerweise im ganzen Monat August.

Der Sommer scheint vorbei zu sein

Für die Zeit nach dem nassen Wochenende macht der Meteorologe den Sonnenanbeterinnen und Sommerliebhabern wenig Hoffnung:

«Es sieht nicht gerade rosig aus.»

Steht also der Herbst vor der Tür und die Badehose verschwindet bis nächsten Frühling wieder in der Mottenkiste? Es werde im September wohl für viele zu kalt sein zum Baden, so Scherrer. Doch könne es in den kommenden Wochen durchaus nochmals für 25 Grad oder knapp mehr reichen. Temperaturen über 30 Grad hingegen seien im September sehr selten.

Mehr zum Thema