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Frauen aus St.Gallen werden Opfer von ungewöhnlichen Raubüberfällen

Innerhalb von zwei Wochen ereigneten sich im Raum St.Gallen zwei Raubüberfälle in Privatwohnungen. Die mutmasslichen Täter wurden nun durch die Kantonspolizei St.Gallen festgenommen.
Valentina Thurnherr
Bei den Überfällen benutzten die Täter ein Messer um die Opfer zu bedrohen. (Bild: Getty)

Bei den Überfällen benutzten die Täter ein Messer um die Opfer zu bedrohen. (Bild: Getty)

Die mutmasslichen Täter haben relativ kurz hintereinander zugeschlagen. Am 30. November überfielen sie in St.Gallen zu zweit eine 78-jährige Frau in ihrer Wohnung und schlossen sie anschliessend im Badezimmer ein. Am vergangenen Dienstag war wohl nur einer der Täter auf Raubzug, diesmal in Mörschwil. Er überfiel eine Frau, ebenfalls in deren Privatwohnung. Beide Male wurden die Opfer mit einem Messer bedroht.

Die polizeilichen Ermittlungen führten zur Identifizierung des mutmasslichen Täters von Mörschwil, welcher im Kanton Thurgau wohnhaft ist. Die Staatsanwaltschaft des Kantons St.Gallen verfügte dessen Festnahme und eine Hausdurchsuchung. Der 28-jährige Mann aus Bosnien-Herzegowina konnte im Verlauf des Dienstagabends in seiner Wohnung und in Zusammenarbeit mit der Kantonspolizei Thurgau festgenommen werden. In der Wohnung fanden sich belastende Gegenstände. Er dürfte den Raub alleine ausgeführt haben.

Solche Raubüberfälle kommen relativ selten vor

Den zweiten Verdächtigen konnte die Kantonspolizei St.Gallen gestern Vormittag festnehmen. Der 26-jährige Schweizer wird verdächtigt, beim Überfall in St.Gallen dabei gewesen zu sein. Die weiteren Ermittlungen gegen die beiden Personen führt die Kantonspolizei St.Gallen im Auftrag der Staatsanwaltschaft des Kantons St.Gallen durch. Solche Raubüberfälle kommen laut Hanspeter Krüsi, Mediensprecher der Kantonspolizei St.Gallen, relativ selten vor.

«Das ist eine besonders gemeine Art vorzugehen. Man kann sich kaum vorstellen, was für eine Angst das in den Leuten auslöst. Zusätzlich wurden die beiden Frauen auch noch mit einer Waffe bedroht.»

In solchen Fällen sei es für die Kantonspolizei St.Gallen wichtig, so schnell wie möglich vorzugehen. «Wir hoffen natürlich, dass wir mit der Festnahme der beiden Verdächtigen diese Überfälle stoppen konnten», sagt Krüsi. Solche Raube seien durchaus schon andernorts vorgekommen. Dass Täter jedoch innerhalb von zwei Wochen mehrmals zuschlagen, habe ihnen zu denken ge­geben.

Wie reagiert man im Ernstfall?

Krüsi rät dazu, fremde Leute von vorneherein nicht in die Wohnung oder das Haus zu lassen und die Türen immer abzuschliessen. «Hier hilft ein Guckloch oder eine Gegensprechanlage. Im Zweifelsfall kann man immer noch fragen, wer da ist.» Sollte man doch mit so einer Situation konfrontiert werden, sei es wichtig zu kooperieren.

«Jeder hat nur ein Leben, und es ist das höchste Gut, das sollte man auf keinen Fall aufs Spiel setzen.»

Deshalb sei es wichtig, auf die Forderungen einzugehen und sich nicht dagegen zu wehren. Umso zentraler sei es, die Täter genau zu beobachten. «Am besten achtet man auf bestimmte Eigenschaften oder Auffälligkeiten. Und sobald der Täter weg ist, sollte man umgehend die Polizei verständigen.» Je genauer man die Person beschreiben kann, desto einfacher sei es für die Beamten, die Verdächtigen ausfindig zu machen. «Wir setzen alles daran, dass wir diese Leute so schnell wie möglich festnehmen können.»

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