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Missglückter St.Galler Marihuanadeal: Dealer zu Freiheitsstrafe von drei Jahren verurteilt

Vier Beschuldigte, die in einen eskalierten Marihuanadeal verwickelt waren, haben vor dem Kreisgericht St.Gallen mildere Strafen erhalten, als es die Anklage beantragt hatte. Teilweise liegen sie aber deutlich über den Anträgen der Verteidigung.
Claudia Schmid

Im Mai 2016 überfielen drei Männer bei einem vermeintlichen Marihuanahandel in St.Gallen den Dealer. Dabei fielen Schüsse, die einen der Männer verletzten. Drei der Beschuldigten standen am Montag vor Gericht, der vierte ist flüchtig.

Bei Überfall geschossen

Den Dealer, einen 21-jährigen Schweizer, hat das Kreisgericht St.Gallen unter anderem der mehrfachen versuchten vorsätzlichen Tötung, des Vergehens gegen das Waffengesetz und des Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz schuldig erklärt. Er wurde zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren verurteilt. Von der Freiheitsstrafe sind zwölf Monate vollziehbar. Bei 24 Monaten wird der Vollzug mit einer Probezeit von zwei Jahren aufgeschoben. Zudem hat er eine bedingte Geldstrafe und eine Busse erhalten. Die Verfahrenskosten, die er zahlen muss, betragen rund 45'000 Franken.

Der Beschuldigte hatte zwischen Anfang 2015 und Mai 2016 über zwei Kilo Marihuana verkauft. Als ihn bei einem vermeintlichen Deal die Mitangeklagten überfallen wollten, zog er eine Pistole und schoss. Er traf einen der Kontrahenten in beide Oberarme.

Einen Mann niedergeschlagen

Der erste Mitangeklagten, ein 25-jähriger Iraker, wurde der versuchten schweren und einfachen Körperverletzung, der mehrfachen versuchten Nötigung, des Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz, der falschen Anschuldigung sowie der Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes schuldig erklärt. Seine Sanktion beträgt eine Freiheitsstrafe von 36 Monaten. Von dieser sind ein Jahr vollziehbar. Bei zwei Jahren wird der Vollzug aufgeschoben. Auch er hat eine bedingte Geldstrafe und eine Busse erhalten. Die Verfahrenskosten belaufen sich auf rund 34'000 Franken.

Der werdende Vater hatte sich tatkräftig am Überfall beteiligt und war derjenige, der durch die Schüsse verletzt wurde. Verurteilt wurde er aber auch, weil er im August 2016 einen Mann niedergeschlagen hatte.

Ausgebrochen und auf der Flucht

Den zweiten Mitangeklagte, einen 23-jährigen Äthiopier, erklärte das Gericht der Gehilfenschaft zur mehrfachen einfachen Körperverletzung, der Gehilfenschaft zur versuchten Nötigung, des Diebstahls, der Sachbeschädigung und einer ganzen Reihe weiterer kleinerer Delikte schuldig. Er ist zu einer Geldstrafe von 160 Tagessätzen à 10 Franken und einer Busse verurteilt worden. Seine Verfahrenskosten belaufen sich auf rund 18'000 Franken. Er hatte beim Überfall vor dem Haus Schmiere gestanden, aber auch anderer Straftaten wie Diebstahl oder Fahren ohne Ausweis begangen.

Der letzte Mitangeklagte war an der Gerichtsverhandlung nicht anwesend, da er seit einem Gefängnisausbruch auf der Flucht ist. Der 23-jährige Türke hatte dem Dealer die Faust ins Gesicht geschlagen sowie dessen Freundin und Kumpels, die ebenfalls beim Überfall anwesend waren, mit einem Messer bedroht. Er ist vom Kreisgericht St.Gallen unter anderem der qualifizierten einfachen Körperverletzung, der versuchten Nötigung, des Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie der Irreführung der Rechtspflege schuldig erklärt worden. Seine Sanktion beträgt eine Freiheitsstrafe von 16 Monaten und eine Geldstrafe. Die Verfahrenskosten belaufen sich auf rund 30'000 Franken. Sämtliche Urteile sind noch nicht rechtskräftig.

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