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MISSGESCHICK: «Ein Armutszeugnis für den Piloten»

Ein Gleitschirmflieger rammt auf der Ebenalp eine Kuh: Was im Video auf den ersten Blick lustig erscheint, erfreut die Gleitschirmszene ganz und gar nicht.

«Wir sind nicht glücklich, dass das Video derart verbreitet wird», sagt Adi Hunziker, Geschäftsführer der Flugschule Appenzell. Während es für die meisten ein lustiger Anblick sei, dass ein Gleitschirmflieger eine Kuh ramme, so sei es für den Piloten ein Armutszeugnis. Und nicht nur das: «Es wirft auch ein schlechtes Licht auf unseren Sport», sagt Hunziker.

Rückblick: Am vergangenen Freitag ist auf einem Youtube-Video zu sehen, wie ein Gleitschirmflieger auf der Ebenalp aus dem Tritt gerät und mit den Beinen voran eine Kuh rammt. Auslöser des Vorfalls soll gemäss der Videobeschreibung auf Youtube eine Windböe gewesen sein. Innert weniger Tage wurde das Video über 100000-mal geklickt. Hunziker seinerseits hält fest, einzig der Pilot sei schuld am Missgeschick. «Zum Unfallzeitpunkt war es nämlich windstill», sagt der Geschäftsführer und Gleitschirmlehrer. An jenem Tag hätten einfache Bedingungen ­geherrscht. Die Person habe schlicht den Schirm nicht im Griff gehabt. Mehr noch: Sie habe vergessen zu kontrollieren, ob der Start- und Luftraum frei sei. Gemäss Hunziker muss jeder Gleitschirmflieger vor dem Abflug fünf Punkte überprüfen. Zuerst müssen Gurte und die Sitzschale sowie alle Leinen kontrolliert werden. Dann folgt die korrekte Auslegung des Schirms und die Überprüfung der Windstärke. Zuletzt gilt es nachzusehen, ob der Start- und Luftraum frei ist.

Kuh blieb unverletzt

Im vorliegenden Fall hätten laut dem Experten die anwesenden Personen die Kühe beiseite treiben sollen. «Zudem hätte der Pilot auch einige Minuten abwarten können, bis der Startplatz frei war, oder er hätte sich einen anderen Startpunkt suchen müssen.» Glück im Unglück hatte die Kuh, die auf den Namen Charlotte hört. Der Bauer habe erst durch die Medien erfahren, dass sein Tier vom Gleitschirmflieger gerammt wurde. Verletzungen trug es keine davon, wie Hunziker sagt. Die Suche nach dem Schuldigen läuft. Noch konnte er nicht ermittelt werden – auf eine Entschuldigung wartet der Bauer noch immer. Adi Hunziker, der nicht nur Gleitschirmlehrer, sondern auch ein erfahrener Gleitschirmpilot ist, hat schon derartige Missgeschicke erlebt. «Zum Glück aber nie bei einem meiner Schüler», sagt er. Umso wichtiger sei es ihm, jedem den richtigen Umgang mit dem Gleitschirm beizubringen. (lex)

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