Mineralheilbad wird erneuert

Fast in der letzten Minute fand sich ein Investor für das Mineralheilbad St. Margrethen. Der neue Besitzer aus Balzers wird die Anlagen nun sanieren und teilweise neu gestalten sowie erweitern. Es soll aber «kein Spassbad» werden.

Monika von der Linden
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Das Mineralheilbad St. Margrethen ist nur vorübergehend geschlossen. Wann die Wiedereröffnung nach dem Umbau stattfindet, ist noch offen. (Bild: Chris Mansfield)

Das Mineralheilbad St. Margrethen ist nur vorübergehend geschlossen. Wann die Wiedereröffnung nach dem Umbau stattfindet, ist noch offen. (Bild: Chris Mansfield)

ST. MARGRETHEN. Es keimte Hoffnung auf, als Gemeindepräsident Reto Friedauer die Zukunft des Mineralheilbads an der Vorversammlung letzte Woche ansprach. Es sei noch zu früh für Applaus. Es müssten noch einige Bedingungen erfüllt sein, bevor von einer Rettung gesprochen werde könne, sagte er damals.

Seit Donnerstag ist es definitiv: Das Mineralheilbad St. Margrethen besteht langfristig weiter. Den Rettungsring warf Ralf Hora. Er ist Geschäftsführer der ITW Ingenieurunternehmung AG aus Balzers (FL). Die AG ist in Planung und Realisierung von Wohnungen, Gewerbe-, Industrie- und Dienstleistungsgebäuden tätig.

Von der Zukunft überzeugt

«Ich habe erst am 12. März von einem Kunden und Stammgast des Bads von der problematischen Lage erfahren», sagte Hora. Der Augenschein sowie konstruktive Gespräche mit Inhaber und Verwaltungsratspräsident Jakob Bolt und Gemeindepräsident Reto Friedauer überzeugten ihn, das Bad habe Zukunft. Er sei erstaunt, wie viele Stammgäste es gebe. Die Entscheidung zum Kauf war zwar knapp, aber nicht übereilt. Eine genauere Prüfung der Verträge und Finanzen hätte Zeit gekostet. Dann wäre ein Konkurs unabwendbar geworden, sagte Hora. Es stehe für ihn ausser Frage, das Bad könne wirtschaftlich betrieben werden.

Das Heilbad sei heute Samstag tatsächlich das letzte Mal geöffnet. Die Schliessung sei nur ein Betriebsunterbruch während der Sanierung. Die Anlagen werden umfassend saniert, und es gebe eine teilweise Neugestaltung und Erweiterung. Langfristig sei die Attraktivität gesichert, da es genug Baulandreserve gebe.

Gleiches Zielpublikum

Sicher sei, die bisherige Kundschaft bleibe Zielpublikum. «Es soll kein Spassbad entstehen. Alles wird sich um Gesundheit, Wellness und eventuell um Kosmetik drehen», sagt Hora. Während der Sanierung ist die Physiotherapie weiter möglich, wenn auch ohne Wasserbehandlungen. Durch den Fortbestand bleiben die Arbeitsplätze im Ort. «Wir können die Kündigungen nicht mehr rückgängig machen. Sobald wir mehr wissen, stellen wir gerne wieder ein. Man brauche kompetente Kräfte.» Jakob Bolt wird den Betrieb leiten. Er gewährleiste, dass gute und schlechte Erfahrungen einfliessen.

Gutscheine und Abonnements behalten ihre Gültigkeit und werden nach der Wiedereröffnung in einigen Monaten akzeptiert. Wann dies sein wird, sei noch nicht bekannt, sagt Hora.

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